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Saisonauftakt : Ein Bayer bleibt dem FC Hansa treu

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mittelfeldakteur Stefan Wannenwetsch will an besseren Zeiten für Rostock arbeiten. Weiteren Torwart kurzfristig verpflichtet.

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erstellt am 21.Jul.2017 | 06:25 Uhr

Ein Münchener hält der Ostsee die Treue: Mittelfeldakteur Stefan Wannenwetsch verlängerte als einziger von insgesamt 14 Spielern sein Arbeitspapier beim FC Hansa Rostock. „Als der Sportvorstand René Schneider mir sagte, dass er mit mir verlängern möchte, war mir sofort klar, dass ich das auch weiter machen will“, erklärt Wannenwetsch. Mit dem Trainerwechsel zum Ende der abgelaufenen Saison musste aber noch die Zustimmung von Pavel Dotchev abgewartet werden. Als diese da war, war die Vertragsunterzeichnung für beide Seiten nur noch Formsache.

Hansa Rostock leiht Torhüter Blaswich von Gladbach aus. „Klar ist da ein Risiko dabei, dass er so kurzfristig kommt. Aber er bringt die Qualität mit, sofort spielen zu können“, sagte Hansa-Trainer Pavel Dotchev am Donnerstag. Der 26-Jährige Blaswich bestritt in der Saison 2015/2016 30 Ligaspiele für den damaligen Drittligisten Dynamo Dresden. Hansa hatte in der Sommerpause mit Luis Zwick (23), Eric Gründemann (18) und Kai Eisele (22) gleich drei neue Torhüter verpflichtet.Offensichtlich hat in der Vorbereitung keiner von ihnen nachhaltig überzeugt. „Unsere Torhüter haben die Entscheidung sehr sachlich aufgenommen. Sie so früh ins kalte Wasser zu werfen, wäre nicht richtig“, sagte Dotchev.

Von der Bundesliga in die 3. Liga

„Ich denke, der Verein Hansa Rostock hat ein Riesenpotenzial und ist ein schlafender Riese. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass es bessere Zeiten gibt“, verspricht Stefan Wannenwetsch. Im Februar 2016 wechselte er vom Bundesligisten FC Ingolstadt an die Ostsee. Bei den „Schanzern“ brachte er es zu einem Bundesliga-Einsatz bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern München. Den ersten Drittliga-Treffer für die Hanseaten erzielte Wannenwetsch am 10. Spieltag der vergangenen Saison 2016/17 zum 1:0 beim SC Paderborn in der 62. Minute – die Partie konnte am Ende mit 3:0 gewonnen werden. Insgesamt lief der Mittelfeldakteur in den beiden zurückliegenden Spielzeiten 33-mal für die Kogge auf.

Damit gehört der 25-Jährige in der nun neu formierten Mannschaft zu den erfahrenen Spielern und „alten Hasen“ beim FCH. „Ich versuche, den jüngeren und unerfahreneren Spielern zu helfen – auf und neben dem Platz. Das mache ich gerne. Aber das ist ganz normal, das geht von alleine. Das pendelt sich langsam ein“, ist sich Wannenwetsch sicher.

Gewöhnungssache: Der Wind an der Ostsee

Auch wenn er schon so lange an der Küste lebt, so hat er sich an eines noch immer nicht gewöhnt: „Den Wind. Bei uns gibt es das einfach nicht so. Ich nehme gerne Ratschläge entgegen, wie man sich daran gewöhnen kann.“ Seine Sorgen sind dabei vor allem, dass der Ball „auf dem Platz nicht richtig fliegt. Und wenn man aus dem Wasser kommt, ist es sehr kalt. Aber es gibt Schlimmeres im Leben.“ Ansonsten fühle er sich sehr wohl in der Hansestadt – und kennt auch schon viele schöne Ecken.

Einziger Wermutstropfen: Ehefrau Kim kann ihm aus beruflichen Gründen noch immer nicht in den hohen Norden folgen. „Wir machen das Beste daraus. Es gibt ein paar Auswärtsspiele im Süden, vielleicht kann ich in Absprache mit dem Trainer ein oder zwei Tage länger bleiben. Wir teilen uns das auch auf, manchmal kommt sie auch hoch. Das kriegen wir hin.“

Unbekümmertheit kann Vorteil sein

Morgen folgt das erste Spiel, der Saisonauftakt bei den Sportfreunden Lotte (Anpfiff 14 Uhr/Telekom und WDR). Es gilt für die Rostocker, mit einem positiven Erlebnis in die Liga zu gehen. „Wenn wir gut aus den Startlöchern kommen, ist einiges möglich – es kann aber auch in die andere Richtung gehen. Wir müssen wachsam sein. Aber im Großen und Ganzen bin ich positiv gestimmt, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen“, sagt Wannenwetsch, der der Truppe Potenzial bescheinigt. „Aber wir wissen, wie hart und eng die Liga ist. Es ist schwer, da zu punkten.“

Durch den doch großen Kaderumbruch und die vielen unbekannten Neuverpflichtungen ist die Truppe des FC Hansa eher eine Wundertüte in der Liga, das gesteht auch Wannenwetsch, der sich deshalb mit einer Prognose zurückhält. „Wir wollen offensiv spielen, das ist immer schön. Der neue Trainer setzt vor allem auf junge Leute. Die Unbekümmertheit der unerfahrenen Spieler kann auf dem Platz ein Vorteil sein – das kann man schlecht vor einer Saison sagen oder planen. Es ist eine große Chance. Natürlich ist auch ein kleines Risiko dabei, aber wir sind guter Dinge“, erklärt Stefan Wannenwetsch.

Spielplan zum Download

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