Vor der Partie gegen Mainz II : „Ein 1:0 würde ich nehmen“

Der Weg zum Erfolg: „Jeder hat sich für den anderen reingeschmissen“, fasst Hansa-Abwehrmann Christian Dorda den Sieg über Tabellenführer MSV Duisburg zusammen.
Der Weg zum Erfolg: „Jeder hat sich für den anderen reingeschmissen“, fasst Hansa-Abwehrmann Christian Dorda den Sieg über Tabellenführer MSV Duisburg zusammen.

Linksverteidiger Christian Dorda warnt vor den jungen Mainzern und sieht den Schlüssel im körperbetonten Spiel

svz.de von
08. April 2017, 09:00 Uhr

Mit dem Auswärtsspiel beim Schlusslicht FSV Mainz II geht für den FC Hansa morgen die englische Woche zu Ende. NNN-Redakteur André Gericke sprach mit dem Rostocker Verteidiger Christian Dorda über dieses Duell des 32. Spieltages.

Eine englische Woche ist auch immer eine besondere Belastung. Was stand in den vergangenen Tagen im Mittelpunkt?

Christian Dorda: Regeneration, fit werden und Kraft tanken. Und dann gut vorbereiten auf ein wichtiges Spiel.

Wie haben Sie persönlich die Belastungen weggesteckt?

Ich merke es natürlich schon, denn ich hatte jetzt lange nicht mehr gespielt und dann in sechs Tagen zweimal 90 Minuten. Jetzt heißt es eigentlich nur, dass wir uns gut erholen, viel schlafen, viel essen und dann angreifen, um die nächsten drei Punkte zu holen.

Ist es dabei ein Vorteil, dass es bis zum Sonntag ein Tag mehr zur Regeneration ist?

Auf jeden Fall. Das merkt der Körper. Wir haben zudem die Anreise, die darf man auch nicht vergessen. Nichtsdestotrotz wollen wir nachlegen.

Wie bedeutend war der „Dreier“ gegen Duisburg?

Es war ein sehr wichtiger Sieg. Wir hatten schon einen kleinen Abwärtstrend. Für die Mannschaft war es unheimlich wichtig, für den Trainer war es unheimlich wichtig. Ich glaube, dass wir als Gruppe und das ganze Umfeld alles dafür getan haben, dass wir das Spiel gewinnen. Zudem spielten wir auch mal wieder zu null. Zuletzt haben wir ja immer einen Gegentreffer bekommen. Jetzt haben wir ein bisschen Luft nach unten und uns weiter an die 45 Punkte herangekämpft.

Das 1:0 erinnerte so ein bisschen an die starke Rückrunde der vergangenen Saison, als Hansa zum Beispiel in Cottbus und zu Hause gegen Kiel auch knappe, aber verdiente 1:0-Siege einfuhr...

Wir haben einfach die Grundtugenden als Mannschaft wieder abgerufen und kompakt verteidigt. Jeder hat sich für den anderen reingeschmissen. Wir kamen auch zu zwingenden Torchancen. So gewinnt man Spiele. Ich denke, dass jeder Einzelne verstanden hat, dass wir nur als Mannschaft erfolgreich sein können.

Und zweimal den Spitzenreiter geschlagen...

Ja, das stimmt. Wir haben es ähnlich gemacht wie im Hinspiel. Ich glaube aber schon, dass Duisburg aufsteigen wird, doch wenn man den Tabellenführer zweimal schlägt, ist es um so schöner.

Nun geht es aber zum Schlusslicht FSV Mainz II. Was erwartet Hansa dort?

Das wird natürlich ein komplett anderes Spiel. Doch es geht auch um drei Punkte. Die brauchen wir, und die wollen wir holen, und die werden wir holen. Davon bin ich überzeugt, weil wir alle verstanden haben, dass wir nur als Mannschaft gewinnen können. Jeder wird sich für den anderen reinschmeißen.

Was macht Reserveteams so gefährlich?

Grundsätzlich sind die zweiten Mannschaften immer spielerisch stark. Sie verfügen über gute Einzelspieler und haben auch zwei, drei ältere drin, wie Mainz zum Beispiel mit dem Niki Zimling, der ein guter Fußballer ist. Das heißt für uns, dass wir wieder kompakt stehen und dass wir körperbetont spielen müssen. Das ist gegen die zweiten Mannschaften der Schlüssel. Ein 1:0 würde ich nehmen.

Wie wichtig ist es, dass Hansa jetzt mit sieben Zählern Vorsprung auf einen Abstiegsplatz nach Mainz fährt?

Wir gucken eigentlich immer von Woche zu Woche. Ob wir jetzt vier, sieben oder elf Punkte Vorsprung haben, ist nicht ganz so wichtig. Wir wollen die 45 Punkte haben, damit wir ein bisschen durchatmen können. Wir haben noch viele Spiele und jetzt den ersten Schritt getan. Nun kommt Mainz. Dort wollen wir den zweiten Schritt tun. Dann haben wir zu Hause Magdeburg, und das wird ein kleines Highlight.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen