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Hansa gegen Münster : Duell im „Hoppelball“ endet torlos

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

0:0 gegen Münster – aber die Tendenz stimmt bei Hansa

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Ein dem Spielverlauf gerecht werdendes torloses Unentschieden gab es vor 12 700 Zuschauern im Ostseestadion zwischen Gastgeber FC Hansa und dem SC Preußen Münster.

Einen Fortschritt in der Tabelle konnten die Rostocker damit nicht erzielen, zumal vier direkte Konkurrenten Dreier einfuhren. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt weiterhin nur zwei Punkte. Aber: Die Auftritte der Ostseestädter zu Hause entsprechen derzeit zumindest ergebnisseitig denen eines Teams mit höheren Ambitionen. Auch dieser Fakt sollte mit den Ausschlag dafür geben, dass die Weiß-Blauen am Ende die Klasse halten.

Das 0:2 zwischendurch gegen Aue war offenbar nur die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Ansonsten sieht die Heimbilanz des FC Hansa seit November 2015 so aus: Würzburg 0:0, Mainz II 1:0, Chemnitz 1:0, Osnabrück 0:0, Aalen 3:0, Kiel 1:0, Wehen Wiesbaden 4:0, Münster 0:0. Die verbleibenden Spiele 2015/16 des Fünfzehnten in den eigenen vier Wänden: 16. April VfB Stuttgart II (20. und damit Schlusslicht), 30. April FC Rot-Weiß Erfurt (14.) und zum Saisonabschluss am 14. Mai gegen Halle (13.).

Am Sonnabend hätten die Weiß-Blauen, mit gleicher Start-Elf  wie beim 2:2 zwei Wochen zuvor bei Tabellenführer Dresden, früh in Rückstand geraten können, als auf einmal Özkara allein auf Schuhen zulief, zum Glück aber unplatziert und ohne die nötige Schärfe abschloss, so dass der Hansa-Torwart abwehren konnte (6.). Die Mecklenburger hatten ihre besten Phasen nach einer halben und einer ganzen Stunde für jeweils etwa zehn Minuten. In diese Zeit fiel auch ihre größte Torchance: Jänicke, sehr schön im Doppelpass mit Andrist, lief frei auf Gäste-Keeper Lomb zu, brachte die Kugel jedoch nicht an ihm vorbei (31.). Ansonsten neutralisierten sich beide Parteien weitestgehend, verdichtete die jeweilige Defensive die Räume vor dem und im eigenen Strafraum  gut.

Bei der einen oder anderen Eingabe der Hausherren hätte ein Ziemer vermutlich genau da gestanden oder wäre unvermittelt dort aufgetaucht, wo die Kugel hin kam; ohne den erkrankten Hansa-Stürmer Nummer eins jedoch befand sich leider kein Abnehmer in ausreichender Nähe.

Dass beide Teams eher wenig Torgefahr entwickelten, war auch dem unebenen Untergrund geschuldet. Gäste-Trainer Horst Steffen: „Es war nicht ganz einfach auf diesem Feld – sag’ ich jetzt mal dazu.“ Worauf sein Rostocker Kollege Christian Brand entgegnete: „Feld ist ein netter Begriff für die Fläche, auf der wir uns heute bewegt haben. Es nervt irgendwann, wenn man versucht, schnell zu spielen, und der Ball hoppelt weg.“

Mit Brand holte der FCH im Übrigen in 13 Spielen 19 Punkte und damit bereits einen mehr als in den 19 Partien unter seinem Vorgänger Karsten Baumann. Auch das ist eine Tendenz, die Anlass zur Zuversicht gibt.

Urteil der Trainer

Christian Brand (Rostock): Ich könnte jetzt einfach sagen, ist alles gut so… Münster hatte in den ersten 25 Minuten so ein bisschen optische Vorteile. Das bogen wir gerade, indem wir etwas umstellten. Danach verlief das Spiel komplett ausgeglichen bis zu der richtig großen Chance von Tobi Jänicke. Aber hätte, hätte, Fahrradkette, die hat er halt nicht gemacht, und wir bekamen auch in der zweiten Halbzeit trotz einer Druckphase keinen Treffer hin. Die Mannschaft hat zumindest versucht, Fußball zu spielen.

Horst Steffen (Münster): 20 bis 25 Minuten spielten wir das, was wir eigentlich die ganze Zeit zeigen wollten, hatten auch zwei, drei Situationen, in denen wir in Führung hätten gehen können. Eine davon zu nutzen wäre notwendig gewesen, um dieses Spiel zu gewinnen. Nach der ersten Chance von Hansa wurde es ausgeglichen, und wir konnten uns nicht mehr so befreien. Letztlich müssen wir mit dem Punkt leben, ist das auch gerecht.

 

 

 

 

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