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Einschnitte bei Hansa Rostock : Drittligist entlässt Mitarbeiter

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Fußball-Drittligist setzt erstes Sparprogramm zur Vereinssanierung um

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 07:00 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock setzt den Rotstift an. Zehn Mitarbeiter – sechs beim Stammverein sowie vier bei der Ostseestadion GmbH – müssen gehen. Dies geht aus einem umfassenden Katalog zur Sanierung des Vereins hervor. „Diese Maßnahme ist uns mit Abstand am schwersten gefallen. Dass wir diesen Schritt nicht vermeiden konnten, zeigt abermals wie dramatisch sich die aktuelle Lage darstellt. Den betroffenen Mitarbeitern möchte ich nochmals großen Dank für ihr Engagement und die geleistete Arbeit aussprechen und wünsche ihnen alles Gute für die Zukunft“, so Vorstands-Chef Markus Kompp.

Roland Adam und ein weiterer Mitarbeiter des Ticketing, ein Techniker der Ostseestadion GmbH sowie Sandra Berg (Leiterin Marketing und PR) und Sebastian Janz (Medienabteilung) sollen unter den gekündigten Mitarbeitern sein.

Zudem wurde offenbar auch Fanbetreuer Christian Falkenberg entlassen. Wie es in Zukunft mit den Präventionsprojekten  und der Kooperationsvereinbarung mit der Hansestadt Rostock weitergeht, scheint derzeit völlig offen.

Das Neun-Punkte Programm:

Verschlankung des Personalbestandes
Gehaltskürzungen im Verwaltungsbereich
Streichung der Prämienzahlungen im Verwaltungsbereich
Verzicht auf kostenlose Mitgliedschaft für Vereinsangestellte (FC Hansa und Ostseestadion GmbH)
Reduzierung des Fuhrparks
Auflösung und/oder Reduzierung der Dienstleistungsverträge
Schrittweise Abschaffung der „Nixzahler“-Aktion
Einsparungen in den Bereichen Energie und IT
Verkauf der vereinseigenen Versicherungsmaklerei

Doch auch die verbliebenen Angestellten müssen sich auf  Einschnitte wie Gehaltskürzungen einstellen. „In Anbetracht der aktuellen Situation wird ab sofort auch auf Prämienzahlungen im Verwaltungsbereich verzichtet“, sagt Christian Hüneburg, Vorstand für Finanzen und Verwaltung.

In Zukunft will der Verein auf kostenlose Mitgliedschaften ebenso verzichten wie auf die „Nixzahler“-Aktion. Dabei erhielten Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren kostenlosen Zutritt zu den Heimspielen.

Neben der Überprüfung der Dienstleistungsverträge  soll auch der Fuhrpark des Vereins verkleinert werden.  Des Weiteren wird der Vorstand des FC Hansa die Geschäftsführung der Ostseestadion GmbH übernehmen, was allerdings nicht bedeutet, dass der bisherige Geschäftsführer Rainer Friedrich zu den zehn gekündigten Mitarbeitern gehört. Das ehemalige Vorstandsmitglied soll  weiter als Veranstaltungsleiter tätig sein.

Insgesamt soll mit der Umsetzung des ersten Maßnahmenpakets innerhalb eines Jahres ein Sanierungseffekt in Höhe von mehr als einer Million Euro erzielt werden. „Bei der Entwicklung dieses Konzeptes mussten Maßnahmen erarbeitet werden, die größtmögliche Spareffekte erzielen, ohne dabei die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins zu gefährden. Uns ist bewusst, dass einige Schritte sehr hart und schmerzlich sind, aber um Hansa  finanziell wieder in vernünftige Bahnen zu lenken, sind sie leider unumgänglich“, fasst Vorstands-Chef Markus Kompp den Konsolidierungskurs zusammen und ergänzt: „Den sportlichen Bereich sind wir bewusst nur punktuell angegangen. In der laufenden Saison und in Anbetracht der aktuellen sportlichen Situation wollen wir nicht für Unruhe sorgen. Aber auch in diesem Bereich werden wir zeitnah nach Optimierungsmöglichkeiten suchen.“



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