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FC Hansa Rostock : „Drecksack“ Pekovic will aufsteigen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Hansa-Routinier äußert sich erstmals offensiv zum Saisonziel und will im Mai die Rückkehr in die 2. Bundesliga feiern

svz.de von
erstellt am 30.Jan.2014 | 22:01 Uhr

Beim Fußball-Drittligisten FC Hanas Rostock legt man die Zurückhaltung ab und spricht erstmals in dieser Saison vom Aufstieg. „Ich möchte als Drecksack im nächsten Jahr in der 2. Liga spielen und nicht um Platz 13 oder 14 in der 3. Liga“, formuliert FCH-Routinier Milorad Pekovic öffentlich das Ziel.

Der 36-Jährige, der im Sommer aus Fürth an die Ostsee wechselte, kickte bereits für Mainz, Greuther Fürth sowie Eintracht Trier insgesamt 291-mal in der 1. und 2. Bundesliga. „Vor drei Monaten war die Situation noch anders, aber jetzt sind wir Vierter und haben die Chance, im Mai das Ziel zu erreichen“, sagt der Routinier, der dabei allerdings nicht von einem Traum sprechen will, denn „Träume bleiben meistens Träume“. Vielmehr verlangt er vom Team bedingungslosen Einsatz und harte Arbeit: „Wir müssen in jedem Training und jedem Spiel ans Limit gehen, immer 100 Prozent geben.“


Nach der Stuttgart-Pleite zwei Tage lang sauer

Dementsprechend sauer war „Peko“ nach der 1:4-Schlappe beim VfB Stuttgart II. „Zwei Tage lang, auf mich selbst und die Truppe. Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, müssen wir solche Spiele eigentlich gewinnen. Aber man darf im Fußball nicht lange trauern. Die Konzentration liegt schon wieder voll auf Osnabrück“, so der ehemalige montenegrinische Nationalspieler.

Auch morgen im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (14 Uhr DKB-Arena) wird Pekovic wieder resolut im defensiven Mittelfeld abräumen und das Spiel der Kogge ankurbeln. Er ist sich für die Drecksarbeit nicht zu schade und geht in den Zweikämpfen häufig ans Limit. Der Routinier ist eben ein mit allen Wassern gewaschener „Drecksack“ im positiven Sinne, der sich für den Erfolg nicht schont und für die Truppe ungemein wichtig ist. „Trotzdem ist es schwer für mich, immer ein Ratgeber zu sein. Manchmal mache ich auch zu viel. Auch mit 36 Jahren ist es für mich nicht leicht, ruhig zu bleiben“, sagt der Kicker.

Froh ist der Mittelfeldmann, dass er diesmal in der Vorbereitung alles mitmachen konnte. „Für mich ist es optimal gelaufen. Ich glaube, dass ich keine einzige Einheit verpasst habe und hoffe, dass es so bleibt“, erklärt Pekovic, der in der Hinrunde schon mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte. Denn eine absolute Fitness ist für sein Spiel sehr wichtig. „Ich merke aber, dass ich keine 20 Jahre mehr bin. Doch ich versuche immer alles zu geben, in jedem Training und in jedem Spiel. Manchmal klappt es, manchmal nicht“, sagt der Abräumer, der zuletzt in Stuttgart – wie schon häufiger – gelb-rot-gefährdet nach gut einer Stunde vom Platz musste: „Es ist eben besser so, als wenn mich der Schiedsrichter reinschickt.“

Am Ende tut Milorad Pekovic (Vertrag bis Sommer 2015) auf und neben dem Platz alles, damit sein großes Ziel in Erfüllung geht und er zum Abschluss seiner Karriere mit 37 Jahren noch einmal 2. Bundesliga spielen kann. „Ich denke, dass die kommende Saison meine letzte sein wird.“

 

Hansa Intern:

 

Marcos zum HSV II

Linksverteidiger Ronny Marcos wechselt mit sofortiger Wirkung zum Regionalligisten Hamburger SV II. Sein Vertrag mit dem FC Hansa wurde in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Der 20-Jährige konnte sich im aktuellen Kader des FCH nicht durchsetzen und kam bislang zu keinem einzigen Drittliga-Einsatz in dieser Saison.

Jakobs wieder dabei

Julian Jakobs ist gestern nach überstandenem Magen-Darm-Infekt wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Er würde uns als Alternative sicherlich gut tun, aber wir müssen abwarten, wie er die Belastung verkraftet hat“, sagte FCH-Trainer Andreas Bergmann.

Auch Tommy Grupe (Waden-Probleme) machte gestern ohne Probleme das gesamte Programm mit.

Hahnel optimistisch

Stammkeeper Jörg Hahnel (Magen-Darm-Infekt) absolvierte nur ein Lauftraining, ist aber optimistisch, dass er morgen im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück im Tor stehen kann. „Mir geht es besser. Ich kann Entwarnung gegen“, so „Jockel“.

 

 

 

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