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FC Hansa Rostock : Drama in der Nachspielzeit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Traumtor von Lindenhahn raubt Hansa das Remis

svz.de von
erstellt am 06.Apr.2014 | 20:00 Uhr

Nach dem Landespokal-Aus (1:2 gegen Fünftligist 1. FC Neubrandenburg) und der Entlassung von Trainer Andreas Bergmann musste FC Hansa Rostock in Halle den nächsten Nackenschlag einstecken. Vor 11 078 Zuschauern im Kurt-Wabbel-Stadion kassierten die Hanseaten in der vierten Minute der Nachspielzeit durch einen Sonntagsschuss per Direktabnahme aus rund 35 Metern das bittere 3:4 (1:0) durch Lindenhahn. Es war das fünfte sieglose Spiel in Serie, nach dem Rostock auf den neunten Platz abrutscht.

FCH-Interimstrainer Roelofsen, der bei seinem Debüt auf zahlreiche Stammkräfte wegen Sperren, Verletzungen und Krankheiten verzichten musste, schickte das Team im 4-4-2-System auf den Platz. „Wir standen kompakt und haben Halle das Spiel machen lassen. Sie operierten viel mit langen Bällen. Wir setzten einige gute Nadelstiche und kamen mit zwei berechtigten Elfmetern zum 2:0“, sagte Savran, der die an Starke (36.) und Jakobs (53.) verwirkten Strafstöße sicher verwandelte.

Allerdings ist zu erwähnen, dass ein glänzend aufgelegter Hahnel im Rostocker Tor sein Team mit tollen Paraden gegen Brügmann (18.) und Sembolo (22., 40.) zunächst vor einem Gegentreffer bewahrte. Die Gäste schienen auf der Siegerstraße. Doch der Schein trog. „Es fehlt uns einfach die Cleverness, dass wir mit einem Vorsprung kühl und sachlich umgehen, ihn über die Zeit bringen“, so Halil Savran.

Halle erhöhte die Schlagzahl und spätestens nach dem Anschluss durch Furuholm (63.) kehrte die Verunsicherung in die Köpfe der Hanseaten zurück. „Wir haben ordentlich Fußball gespielt und führen 2:0. Dass die Partie aber so kippt, hätte ich niemals gedacht“, erklärte David Blacha.

Nachdem die Gastgeber durch einen von Pägelow am Schützen Bertram verursachten Elfmeter ausglichen (77.) und sogar durch Sembolo in Führung gingen (80.), nahm das Drama in der Schlussphase dann so richtig Fahrt auf.

In der 90.+2 kratzte Haas mit letztem Einsatz per Fallrückzieher den Ball von der Torauslinie, bediente so Blacha, der zum 3:3 traf. „Das zeigt die Moral der Truppe. Wir haben uns nicht hängenlassen“, so Savran.

Doch zum Punkt langte es nicht, denn den Schlusspunkt setzte Lindenhahn für Halle. „Man muss den Schuss anerkennen, aber für uns kommt alles zusammen. Das ist schon Wahnsinn. Wenn er noch zehnmal so draufhaut, fliegen die Bälle sicher alle drüber oder daneben“, so Rostocks zweifacher Torschütze.

Trainerstimmen

Sven Köhler (Hallescher FC):
Wir hatten auch  schon in der ersten Hälfte ein paar gute Möglichkeiten, lagen aber 0:1 zurück. In der Pause nahmen wir uns vor, besser im Torabschluss zu sein. Doch dann bekamen wir das 0:2.   Klar hatte ich das Spiel nach dem 3:3 abgehakt. Doch es zeigt eben, wie verrückt der Fußball ist, dass dann  Toni Lindenhahn  solch einen Schuss auspackt.

sven köhler

Robert Roelofsen (FC Hansa):  4:3 sind natürlich ein Haufen Tore. Schade, dass uns in der Phase nach dem 2:0 im Konter kein dritter Treffer gelingt. Stattdessen bekommen wir das 1:2 und die Verunsicherung ist wieder da. Nach dem 2:2 fällt dann das 2:3 relativ schnell, weil wir die Ordnung verloren.   Mit einem 3:3 hatte ich nicht mehr gerechnet. Eigentlich muss dann jeder Ball auf den Parkplatz gehen. Das haben wir leider nicht hinbekommen und kassieren  ein Tor des Jahres, dass der Schütze  in 100 Jahren nicht wieder  schießt.

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