FC Hansa Rostock : Dotchev dämpft Erwartungen

Hadert mit der Stimmung nach dem Unentschieden in Bremen: Hansa-Coach Pavel Dotchev glaubt weiter an seine Mannschaft und verspricht wieder Vollgas in Zwickau.
Hadert mit der Stimmung nach dem Unentschieden in Bremen: Hansa-Coach Pavel Dotchev glaubt weiter an seine Mannschaft und verspricht wieder Vollgas in Zwickau.

Nach dem Unentschieden bei Werder Bremen II hadert der Hansa-Coach mit der Stimmung im Umfeld

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06. März 2018, 08:00 Uhr

Noch immer ist Ernüchterung bei vielen Anhängern von Fußball-Drittligist FC Hansa nach dem 1:1-Remis beim Tabellenvorletzten Werder Bremen II die vorherrschende Stimmung. „Ich merke, dass nach dem Spiel eine gewisse Unzufriedenheit da ist. Und es war auch mehr drin für uns, aber wir müssen uns auch über so einen Punkt freuen. Ansonsten wäre auch irgendwas falsch. Durch den Spielverlauf war mehr drin. Aber ich sehe das nicht so dramatisch“, erklärt FCH-Trainer Pavel Dotchev, der unterstreicht: „Ich freue mich über jeden Punkt.“

Diese Ernüchterung begründet Dotchev in der gestiegenen Erwartungshaltung an die Mannschaft. Nach nunmehr 14 Siegen in 26 Ligaspielen und Platz sechs in der Tabelle ist diese sicherlich auch nicht unbegründet. Schließlich schnuppert der FCH erstmals seit gut sieben Jahren am möglichen Zweitliga- Aufstieg. Punktemäßig stand Hansa zum gleichen Zeitpunkt nur in der Saison 2010/11 mit damals 60 Zählern besser dar. „Natürlich gibt es schon eine gewisse Erwartungshaltung. Wir haben alle unsere Wünsche, aber Fußball kann man nicht planen“, erklärt Dotchev.

Den zwei „verlorenen“ Punkten möchte der Fußball-Lehrer aber nicht hinterher trauern. „Es ist noch immer ärgerlich, klar. Wenn man den Ausgleich kurz vor Schluss bekommt, fühlt es sich schon wie eine Niederlage an“, beschreibt er. Dass die Mannschaft nun psychologisch angeschlagen sein könnte wegen des Ausgleichs kurz vor Schluss in Bremen, bezweifelt er. „Es gab schon andere Situationen in dieser Spielzeit, die nicht nach unseren Vorstellungen gelaufen sind. Und da hat sich die Mannschaft wieder aufgerichtet und hat Gas gegeben – genauso machen wir das wieder“, so der 52-Jährige.

Lange die Köpfe hängen lassen, können die Rostocker ohnehin nicht, denn um wichtige Punkte geht es bereits morgen beim FSV Zwickau (Anpfiff 19 Uhr). Und auch in der Folge wartet ein straffes Programm auf die Hanseaten, die bereits am Sonnabend den Tabellenführer Paderborn empfangen. Eine Punktevorgabe für die englische Woche möchte Pavel Dotchev aber nicht ausgeben. „Es kommt auch darauf an, wie die Mannschaft spielt. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Wenn es vier Punkte werden, ist es gut, falls sechs, wäre es noch besser. Was es am Ende wird, weiß ich nicht. Sonst würde ich Lotto spielen.

Hansa intern

Zwei Ausfälle: Wieder ins Training eingestiegen ist Kapitän Amaury Bischoff (Zerrung im Oberschenkel). Für das morgige Spiel ist er aber noch keine Option, erklärte Coach Pavel Dotchev. Auch Lukas Scherff wird keine Alternative sein, da der 21-Jährige noch bis gestern krankgeschrieben war.

Nach Torgelow: Volleyball-Bundes- und Meistertrainer Felix Koslowski (Schwerin) bescherte dem FC Hansa im Halbfinale ein weiteres Auswärtsspiel. Denn sollten die Rostocker ihr Viertelfinale beim Verbandsligisten Greifswalder FC (zuletzt abgesagt und noch nicht neu terminiert) gewinnen, müssen sie beim Oberligisten Torgelower FC ran. Das andere Halbfinale bestreiten der FCM Schwerin und der TSV Bützow.

Training: Die Profis trainieren heute einmal um 10 Uhr, bevor es mit dem Mannschaftsbus auf den Weg nach Zwickau geht.

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