FC Hansa Rostock : Dorda beschert Hansa ersten Auswärtssieg

Was für ein Traumtor: Abwehrmann Christian Dorda schießt in der 50. Spielminute aus 30 Metern aufs Tor und der Ball kommt direkt unter der Latte rein.
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Was für ein Traumtor: Abwehrmann Christian Dorda schießt in der 50. Spielminute aus 30 Metern aufs Tor und der Ball kommt direkt unter der Latte rein.

Hansa Rostock bringt mit dem 1:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück drei verdiente Punkte mit nach Hause.

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22. August 2015, 15:43 Uhr

Mit dem Sonntagsschuss von Christian Dorda  gut 30 Meter vom gegnerischen Tor entfernt hat sich  Fußball-Drittligist Hansa Rostock am 4. Spieltag den ersten Auswärtssieg gegen den VfL Osnabrück gesichert. „Ich habe den Ball mit links angenommen, hab freie Bahn gehabt und dann dachte ich einfach – ziehe mal ab. Treffe den Ball natürlich sehr, sehr gut. Er springt vorher auf, senkt sich dann sehr gut und geht unter der Latte rein. Ich war einfach nur glücklich“, beschreibt Linksverteidiger Christian Dorda  das Tor.

Das war nicht nur schön anzusehen, es kam auch aus dem Nichts. Denn bis zu dieser 50. Spielminute war die Partie für die 8257 Zuschauer – davon 1300 Hansa-Fans – eher langweilig. Bei Hansa ging nicht viel nach vorne, dafür stand die Abwehr  kompakt und ließ von den Osnabrückern nicht viel zu. Und alles, was die Hausherren versuchten, landete entweder im Aus oder direkt beim Torhüter. „Das war nicht unbedingt ein schönes Spiel, wenig Torchancen, wenig Spielfluss, viele lange Bälle. Es war klar, wer das erste Ding macht, gewinnt das Spiel. Und das haben wir Gott sei Dank gemacht“, gibt Dorda zu.

Ebenso sieht es Mittelfeldakteur Tobias Jänicke: „Es war kein schönes Spiel. Hitzeschlacht trifft es glaube ich ganz gut. Osnabrück spielte mit vielen langen Bällen, wir versuchten präsent zu sein. Unser Ziel war es, dagegenzuhalten und Nadelstiche zu setzen. Wir haben nicht viele gesetzt, aber den entscheidenden.“ Überrascht zeigte sich der  Kapitän der Kogge vielmehr über den Siegtreffer. „Ich wusste nicht, dass Christian Dorda mit rechts so schießen kann. Ich glaube, letzte Woche hatte ich den Sonntagsschuss, diesmal wars er. Wenn jede Woche einer trifft, kann ich damit ganz gut leben“, so Jänicke. 

Die Euphorie über den Treffer nutzte Verteidiger Dorda direkt zum erneuten Torversuch, nur ging der Ball einen guten halben Meter daneben (58.). Im Anschluss war die Aufgabe für die Hansa-Kicker, kompakt zu stehen und den Gegner vom Tor fernzuhalten. Bis auf zwei gute Chancen durch Marcos Alvarez (61.) und Halil Savran (65.) war für Osnabrück nicht viel drin. Das zweite Tor für die Gäste  durch einen Kopfball von Dennis Erdmann (70.)  konnte nur der VfL-Keeper Marvin  Schwäbe verhindern.

Heikel wurde es zehn  Minuten später: Die Hanseaten mussten einer Eckball-Serie standhalten. Und schließlich war es  Hansa-Torhüter Marcel Schuhen, der einen Kopfball per Faust abwehrte und den 1:0-Sieg festhielt. „Am Ende war es halt ein Kampf, den wir gewonnen haben “, sagt Dorda.

Das Trainer-Urteil
Karsten Baumann (FC Hansa):  Man kann heute vielleicht davon sprechen, dass es ein glücklicher Sieg für uns war. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir wenig Spielkontrolle, da hat Osnabrück den Ball gut laufen lassen und wir haben versucht  den Gegner zu Fehlern zu zwingen, aber das ist uns nicht so gut gelungen. Das haben wir dann in der zweiten Hälfte geändert, etwas tiefer gestanden und unser Feld eng gehalten. Das hat uns mehr Sicherheit gegeben und das Tor dann natürlich noch mehr. Wir freuen uns über die 3 Punkte, die nehmen wir gern mit.

Maik Walpurgis (VfL Osnabrück): Wir hatten in der ersten Halbzeit die eine oder andere Möglichkeit. Aber letztendlich müssen wir sehen, dass wir aus der Feldüberlegenheit mehr machen. Wir wollten die Punkte unbedingt holen und ich denke, dass hat man der Mannschaft auch angesehen. Nach dem Gegentor waren wir geschockt, aber dann hat die Mannschaft wieder nach vorn gespielt. So war es einfach nur bitter.

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