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Hansa Rostock : Dieses 1:2 war nicht verdient

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Fußball-Drittligist Hansa Rostock verliert Heimspiel gegen Meppen. Rot für Bischoff war der Knackpunkt

von
erstellt am 06.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Unverdient verlor der FC Hansa am 4. Spieltag der 3. Fußball-Liga gegen den SV Meppen mit 1:2 (0:0). Trotz 65 Minuten in Unterzahl sah es nach zumindest einem Punkt aus, ehe ein Glücks-Schuss in der Schlussphase zur Niederlage führte.

Trainer Pavel Dotchev: „Ich finde das auch sehr ungerecht. Die Rote Karte gegen Amaury Bischoff war der Knackpunkt, denn gerade in der Phase davor spielten wir richtig gut. Der Gegner kam dreimal vor unser Tor und erzielte zwei Treffer.“

Bei den Weiß-Blauen gab es im Vergleich zum 1:0 in Erfurt nur eine Veränderung: Benyamina kehrte für Ziemer in die Startformation zurück. Wannenwetsch besetzte zunächst den linken Flügel. Dafür Bouziane erneut über rechts in der Hoffnung, dass so sein starker rechter Fuß gewinnbringend zur Geltung kommen würde. In der Tat brachte der Franzose mit einer scharfen Flanke Gäste-Keeper Domaschke erstmals in Nöte (7.). Auch am zweiten verheißungsvollen Angriff war er beteiligt: Hüsing, Nadeau, hohe Eingabe von Bouziane, und Domaschke muss schon voll bei der Sache sein, um vor Benyamina an den Ball zu kommen (23.).

Hansa spielte beharrlich auf das 1:0. Das Konzept der kontrollierten Offensive wurde allerdings in der 25. Minute null und nichtig. Granatowski riss, etwa auf Höhe Mittellinie Bischoff verfolgend, selbigen wild am Hemd. Dafür sah er kurz darauf Gelb – und der FCH-Kapitän, der sich mit einem Schlag ins Gesicht des Gegners revanchierte, blank Rot für diese Tätlichkeit.

Sofort war es ein ganz anderes Spiel. Die Agrar-Elf aus dem Emsland, von der bis dahin keinerlei Bedrohung ausging, schaltete in den Offensiv-Modus um, und die Rostocker verbrachten den Rest der ersten Hälfte damit, Sicherheit und Ordnung zurückzuerlangen.

Mit wieder erwachter Angriffslust brachen die Weiß-Blauen in die zweite Halbzeit auf, kassierten jedoch durch Girth (51.) nach über 320 Spielminuten ihr erstes Gegentor der Saison. Dotchev brachte mit Ziemer einen zusätzlichen Stürmer – sieben Minuten später traf eben jener nach Ecke von Holthaus mit wuchtigem Kopfball unter die Latte zum 1:1. Von Unterzahl jetzt endgültig nichts mehr zu merken: Hansa stürmt, auch Neuzugang Alibaz kommt noch in die Partie, hat sogar gleich eine Chance (86.) – da trifft ausgerechnet Granatowski aus 20 Metern in den Winkel – 1:2 (88.).

„Wenn wir so weiter machen, werden wir die nächsten Spiele gewinnen“, stellte Pavel Dotchev dennoch fest.



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