FC Hansa Rostock : Die stürmenden Verteidiger

Vorlagengeber und fast selbst Torschütze: Hansas Innenverteidiger Marcus Hoffmann legt in dieser Szene gegen Wiesbaden das 3:0 für Marcel Ziemer auf.
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Vorlagengeber und fast selbst Torschütze: Hansas Innenverteidiger Marcus Hoffmann legt in dieser Szene gegen Wiesbaden das 3:0 für Marcel Ziemer auf.

Beim 4:0 des FC Hansa ließen Ahlschwede und Hoffmann gute Chancen für Tore liegen, gaben aber Vorlagen

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15. März 2016, 08:00 Uhr

Was für ein Wochenende für Fußball-Drittligist FC Hansa: Mit 4:0 schickten die Rostocker den SV Wehen Wiesbaden nach Hause. Es wirkte, als würden sich die Spieler vor allem in der zweiten Halbzeit in einen Rausch steigern – schon soweit, dass sogar die blau-weißen Verteidiger Marcus Hoffmann und Maximilian Ahlschwede Torchancen hatten, diese aber liegenließen. Beide reihten sich jedoch in die Liste der Vorlagengeber ein.

Mit seiner flachen Hereingabe in den Wehener Strafraum hat Rechtsverteidiger Ahlschwede das 2:0 in der 55. Minute eingeleitet: „Das tat gut. Ich glaube, das war auch ein wichtiger Assist, denn mit dem Treffer ist auch ein bisschen Ruhe eingekehrt. Da freue ich mich natürlich drüber. Es sind ja eigentlich immer wieder Aktionen dabei, wo mehr daraus passieren könnte.“ Zwei Minuten später legte Innenverteidiger Hoffmann per Kopf für Marcel Ziemer auf. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich einfach versucht, an den Ball zu kommen. Der wurde immer länger und länger, ich wollte einfach die Rübe noch rankriegen und ihn in die Mitte legen. Also, ja, es war so gedacht, aber dass er nun genau zum ,Cello‘ kommt, das war schon Glück“, gab Hoffmann zu.

Bescheiden zeigten sich beide nach dem Schlusspfiff. Dabei hatten sie sogar noch die Möglichkeit, das Ergebnis weiter nach oben zu schrauben. Doch Ahlschwede versagten in der 70. Minute die Nerven: „Ich war auch etwas überrascht, dass ich da so blank war. Im Nachhinein hätte ich auch noch einen zweiten oder dritten Kontakt nehmen können. Ich glaube, heute wären einige fällig gewesen, aber mein Gott: 4:0 gewonnen, da gibt es Schlimmeres“, sagte der 26-Jährige mit einem Lächeln. Auch bei dem schnellen Außen sorgte die klare Führung für einen kleinen Rausch. Auf einmal gelangen Dinge, die in vorherigen Spielen nicht passten. „Ja, so ist das manchmal, dann läuft es einfach. Wenn wir so spielen, ist es natürlich geil, wenn man in der 60. Minute oben auf die Anzeigetafel guckt und es steht da 3:0. Dann macht es noch mehr Spaß als ohnehin schon. Das gibt es in der Liga nicht so oft“, sagte „Ahli“.

Vor allem das Nachlegen hatten sich die Hanseaten in der Halbzeitpause vorgenommen. „Wir wollten das hier weiterspielen, nicht nur verteidigen und verwalten, denn sonst fällt nachher in der 80. Minute irgendwie der Ausgleich. Das hatten wir in der Hinserie schon ein paar Mal. Der Wille ist eigentlich immer da und heute hat es mal geklappt“, fügte der Rechtsverteidiger hinzu. Sein Kollege Hoffmann pflichtete ihm bei und ergänzte: „Trotzdem musst du immer wieder versuchen, dich gegenseitig wach zu machen.“

Konzentriert zu bleiben fällt den Hanseaten nach diesem Erfolg nicht schwer, folgt doch das Traditionsduell bei Spitzenreiter Dynamo Dresden. „Wir müssen hinfahren und uns teuer verkaufen. Klar, Dynamo ist eine Hausnummer, aber solche Spiele sind wahnsinnig geil. Es wäre auch mal schön, wenn wir ein Ost-Derby für uns entscheiden“, so Hoffmann.

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