FC Hansa Rostock : Die Schießbude der Liga

Die Schnelligkeit von Denis-Danso Weidlich (links, hier gegen den Bielefelder David Ulm) soll helfen, dass der FC Hansa in Zukunft weniger Gegentore kassiert.
Die Schnelligkeit von Denis-Danso Weidlich (links, hier gegen den Bielefelder David Ulm) soll helfen, dass der FC Hansa in Zukunft weniger Gegentore kassiert.

Rostocker Fußball-Drittligist kassierte in dieser Saison schon 31 Gegentreffer in 16 Partien

svz.de von
06. November 2014, 13:31 Uhr

Einen „Titel“ hätten die Drittliga-Kicker des FC Hansa derzeit in der Tasche. Mit 31 Gegentreffern in 16 Partien ist der FCH aktuell die Schießbude der Liga. Lediglich beim 2:0-Auswärtssieg beim FSV Mainz 05 blieben die Norddeutschen in dieser Saison ohne Gegentor. „Wenn man sich alle Tore, die wir bekommen haben, anschauen würde, dann hätte man Moos auf dem Rücken. Zudem würde einem auffallen, dass wir reihenweise dumme Dinger kassiert haben“, sagte Hansa-Coach Peter Vollmann.

Nahezu jeder Spieler hat sich mit individuellen Fehlern bereits in negativer Hinsicht hervorgetan. Ruprecht gegen Wehen Wiesbaden (0:1), Vidovic gegen Großaspach (1:3), Schwertfeger gegen die Stuttgarter Kickers (0:3) oder zuletzt Schünemann gegen Osnabrück (2:2) seien als Beispiele genannt. Zwischendurch nahm Vollmann sogar stückweit Abstand vom modernen Verteidigen und positionierte seine Abwehrkette tiefer in der eigenen Hälfte. „Es war auffällig, dass wir gerade in der Viererkette Schnelligkeitsnachteile hatten“, so der Fußball-Lehrer, der dieses Problem allerdings mit dem Tausch Weidlich für Stuff behoben hat. „Seit dem haben wir deutlich mehr Tempo in diesem Bereich.“

Zu einer Partie ohne Gegentor hat es in den vergangenen drei Spielen trotzdem nicht gereicht. „Letztlich ist es ja nicht nur ein Problem der Viererkette, sondern der gesamten Mannschaft. Außerdem hängt es auch mit dem System zusammen. Im 4-4-2 ist das Verteidigen für die Stürmer leichter. Im 4-2-3-1 ist dagegen das Mittelfeld kompakter. Wir müssen einfach früher, schon in der gegnerischen Hälfte die Bälle gewinnen, dann tun wir uns im Spielaufbau auch leichter, als wenn wir uns immer wieder durch die komplette gegnerische Mannschaft spielen müssen“, fordert Vollmann in den nächsten Partien vor allem frühere Ballgewinne, um auch dadurch das Spiel vom eigenen Tor fernhalten zu können.

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