Hansa Rostock : Die Rückkehr der Stamm-Abwehr

Weshalb selbst in der Champions League manchmal ein Standard nicht über den ersten Abwehrspieler hinwegkommt, kann sich Christian Dorda nicht erklären: „Das ist schwer zu sagen. Manchmal trifft man den Ball schlecht. Man sollte sich eben konzentrieren. Ich versuche, dass es mir nicht so oft passiert.“
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Weshalb selbst in der Champions League manchmal ein Standard nicht über den ersten Abwehrspieler hinwegkommt, kann sich Christian Dorda nicht erklären: „Das ist schwer zu sagen. Manchmal trifft man den Ball schlecht. Man sollte sich eben konzentrieren. Ich versuche, dass es mir nicht so oft passiert.“

Dennis Erdmann, Matthias Henn und Christian Dorda werden morgen in Kiel in die Start-Elf des FC Hansa zurückkehren

svz.de von
18. September 2015, 08:00 Uhr

Minimum drei Umstellungen in der Start-Elf wird Hansa-Trainer Karsten Baumann morgen vor dem Fußball-Drittliga-Spiel der Rostocker bei Holstein Kiel (14 Uhr/live im NDR-Fernsehen) vornehmen. Die Gäste werden wieder ihre zuletzt auseinandergerissene Stammformation in der Abwehr aufbieten. Dennis Erdmann hat seine Gelb-Sperre abgesessen, Matthias Henn (muskuläre Beschwerden) sowie Christian Dorda (Eingriff am Knie) haben ihre Verletzungsprobleme überwunden. „Wir werden zu der Viererkette zurückkehren. Die Jungs hatten das vernünftig gelöst“, so der Rostocker Coach, der aber Marcus Hoffmann, einen der Vertreter beim 1:1 gegen Cottbus, lobte: „Er hat seine Sache gut
gemacht.“


Gardawski soll wieder vorne Akzente setzen


Auch Michael Gardawski als Ersatz für Dorda machte einen ordentlichen Job, soll nach der Rückkehr des 26-Jährigen aber wieder weiter vorne wirbeln. „Ich fand ihn sehr, sehr gut, er war für mich zuletzt mit der beste Mann. Aber jetzt kann er vorne wieder für Akzente sorgen. Ich möchte schon gerne spielen und mag es nicht, auf der Tribüne zu sitzen, aber der Eingriff musste gemacht werden“, sagt Christian Dorda.

Der Linksverteidiger hat sich in kürzester Zeit einen Stammplatz erkämpft, auch weil Baumann seinem Youngster Lukas Scherff die Rolle noch nicht zutraut. „Lukas hat sich zwar läuferisch und im Zweikampf verbessert, aber taktisch ist er noch nicht soweit.“ Daher ersetzte eben auch Gardawski in den vergangenen beiden Punktspielen Dorda.

Nun ist der gebürtige Mönchengladbacher aber wieder zurück und hofft auf einen Sieg bei Holstein Kiel: „Wir sind seit drei Spielen ungeschlagen, wollen jetzt endlich mal wieder einen Dreier einfahren.“ Denn die Nordostdeutschen sind auch seit vier Begegnungen sieglos, holten nach der Heimpleite gegen die Stuttgarter Kickers (0:1) jeweils einen Punkt in Aalen (1:1), in Aue (0:0) sowie gegen Cottbus (1:1). „Es ist schwer, in der 3. Liga ein Spiel zu gewinnen. Viele Mannschaften wollen erst einmal kompakt und sicher stehen. Da ist es dann schwierig für den Gegner, Kreativität zu entwickeln. Wir hatten zwar immer unsere Chancen, nutzten sie jedoch nicht konsequent. Ich hoffe, dass wir das in Kiel besser machen“, so Christian Dorda.


Standards sind eine Stärke von Dorda


In engen Duellen kommt es dann meist auf die Standards an. Ein weiterer Pluspunkt des Linksfußes: „Definitiv, so werden heute viele Spiele entschieden. Es ist schon eine Torchance, die entstehen kann. Früher in der Jugend habe ich sie immer geschossen. Als ich dann zu den Profis kam, gab es natürlich andere Spezialisten. Zudem war ich noch sehr jung.“

In Rostock war Christian Bickel bis zu seinem plötzlichen Abgang nach Paderborn Schütze Nummer eins. Diese Rolle füllt jetzt Christian Dorda aus und fühlt sich dabei wohl. „Ich übernehme gerne die Verantwortung und traue es mir auch zu. Wir besprechen das auch viel mit dem Trainerteam und üben es oft in den Einheiten, um uns zu verbessern. Vielleicht führt ja am Wochenende ein Standard zu einem Tor für uns.“

Doch was zeichnet einen guten Standard aus? „Da gibt es viele Faktoren. Das Timing von mir und der Mannschaft ist entscheidend, ob die Jungs zum Beispiel zu früh reinlaufen oder zu tief stehen. Der Ball muss gut kommen, und unsere Stürmer müssen letztlich das Duell mit dem Gegenspieler gewinnen.“

Eine Einheit



Das Abschlusstraining vor dem morgigen Spiel in Kiel findet heute um 13.30 Uhr statt. Anschließend geht es für die Truppe mit dem Mannschaftsbus nach Schleswig-Holstein.

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