FC Hansa Rostock : Die Nichtabstiegs-Party rückt näher

Auf ihrer Ehrenrunde feierten Hansas Oliver Hüsing, Denis-Danso Weidlich, Marcel Schuhen, Maximilian Ahlschwede, Tommy Grupe, Christian Bickel, Mikko Sumusalo und Steven Ruprecht (v. l.) den 1:0-Sieg. Steigt bald die Nichtabstiegs-Party?
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Auf ihrer Ehrenrunde feierten Hansas Oliver Hüsing, Denis-Danso Weidlich, Marcel Schuhen, Maximilian Ahlschwede, Tommy Grupe, Christian Bickel, Mikko Sumusalo und Steven Ruprecht (v. l.) den 1:0-Sieg. Steigt bald die Nichtabstiegs-Party?

FC Hansa macht großen Schritt Richtung Klassenerhalt in der 3. Liga. Am Freitag soll in Unterhaching der Sack zugebunden werden.

svz.de von
14. April 2015, 08:00 Uhr

Als Steven Ruprecht am Sonnabend nach dem 1:0-Erfolg gegen die Stuttgarter Kickers von der Ehrenrunde in die Katakomben der DKB-Arena abbog, grinste er über das ganze Gesicht. Bei Hansas Abwehrmann war die Genugtuung groß, eine Spitzenmannschaft bezwungen und einen weiteren großen Schritt Richtung Klassenerhalt in der 3. Liga getan zu haben. Angesprochen darauf, ob denn jetzt in der Kabine schon mal die große Nichtabstiegs-Party steige, antwortete der Routinier: „Ich habe hier keinen Alkohol gesehen. Von daher wird es auch keine Party geben.“

Dennoch können die Rostocker, die in den ersten zehn Partien des neuen Jahres 21 Punkte errangen, langsam den Rechenschieber beiseite legen. Das Team von Trainer Karsten Baumann belegt mit 38 Punkten den 15. Rang und hat sechs Spieltage vor Saisonende neun Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den Borussia Dortmund II einnimmt. Das sollte doch reichen? „Ich glaube nicht, dass wir uns das noch nehmen lassen“, sagte Ruprecht im Moment des Glücksgefühls, fügte aber eilig an: „Trotz alledem sind wir noch nicht durch. Auch 38 Punkte reichen nicht zum Klassenerhalt.“

Tatsächlich können sich wohl nur noch die größten Pessimisten vorstellen, dass der FC Hansa in der kommenden Saison in der 4. Liga antritt. Zu überzeugend traten die Ostseestädter 2015 und auch am Sonnabend gegen den Aufstiegsaspiranten aus Schwaben auf. „Das neue Jahr bringt uns richtig Glück, wir strotzen vor Selbstvertrauen“, merkte Christian Bickel an. Der Mittelfeldspieler, für den es 2014 überhaupt nicht lief, verkörpert derzeit den Aufschwung der Hanseaten. Kampf, Leidenschaft, unbändiger Wille – all jene Tugenden, die die Rostocker in der Hinrunde häufig vermissen ließen, sind jetzt allgegenwärtig. „Wir haben den Kampf angenommen, dagegen gehalten und verdient gewonnen“, fasste José-Alex Ikeng treffend zusammen. Der robust auftretende Sechser, der gemeinsam mit Marco Kofler vor der Abwehr erneut kräftig abräumte, peilt jetzt die 40-Punkte-Marke zum angestrebten Klassenerhalt an. „Das muss jetzt unser Ziel sein. Wir ruhen uns nicht aus und wollen gegen Unterhaching (auswärts Hansas nächster Kontrahent am Freitag – d. Red.) den Sack zubinden und damit in der Frage den Schlussstrich ziehen.“ Dann könnte auch Steven Ruprecht die Nichtabstiegs-Party planen.



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