Die Minibars sind leergeräumt

<strong>Ken Leemans</strong> (rechts, die Haare sind kürzer - er war am Mittwochabend im Hotel beim Friseur) und Johan Plat in der Mittagspause lesend im Bett  des IC Santai<fotos>Peter Richter</fotos>
Ken Leemans (rechts, die Haare sind kürzer - er war am Mittwochabend im Hotel beim Friseur) und Johan Plat in der Mittagspause lesend im Bett des IC SantaiPeter Richter

svz.de von
10. Januar 2013, 08:06 Uhr

Belek | Hotel IC Santai, 4. Etage: Wir sind auf dem Flur, der eigentlich den Spielern, Physiotherapeuten, Arzt und Zeugwart des FC Hansa vorbehalten ist. Selbst die Trainer sind in einem anderen Stockwerk und noch nicht mal im gleichen Flügel des Gebäudes untergebracht. Vorn rechts befindet sich der Massageraum, gegenüber neben dem Kaffee- und Tee-Automaten die Wäschekammer. Beide sind säuberlich beschriftet und mit einem großen Vereinslogo versehen. Wir gehen noch ein paar Meter weiter und dürfen einen Blick in eins der Zimmer der Rostocker Spieler werfen.

Plat und Leemans lesen zur Entspannung

Hier wird die niederländisch-belgische Freundschaft gepflegt: Gastgeber sind Stürmer Johan Plat und Mittelfeldmann Ken Leemans. Während sich Plat in der Mittagspause mit seinem iPad der Lektüre eines Fantasy-Fortsetzungsromans widmet, nimmt Leemans ein richtiges Buch zur Hand: auf Deutsch "Keine Gnade", die Biographie des holländischen Ex-Nationalspielers Andy van der Meijde, der unter anderem bei Ajax Amsterdam, Inter Mailand und dem FC Everton unter Vertrag stand. Mit einem Augenzwinkern deutet er auf seinen Bettnachbarn und meint zweideutig: "Er hat gerade angefangen zu lesen." Der Konter kommt sofort: "Wenn dieser Clown soviel erzählt, hat er wenig gemacht im Training."

Wir erkundigen uns, was ihnen in Belek am besten gefalle. Johan: "Alles ist perfekt. Der Platz ist richtig gut, das ist wichtig." Ken: "Ein Bett reicht. Ich war hier schon fünfmal und er auch. Zu essen gibt es sonst noch viel mehr, und hier ist es manchmal auch ein bisschen kalt. Normal grillen die vor deinen Augen. Aber der Trainingsplatz ist überragend."

Wir inspizieren, was der Raum außer den zu erwartenden Gegenständen wie Pulsuhren, Fußball- und Laufschuhen, Schienbeinschonern, Obst sowie Kulturtaschen noch alles enthält. Er hat zunächst mal einen schönen Balkon mit Blick auf den Hauptpool, Palmen und das Mittelmeer. Das Bad verfügt über eine Wanne, in Schächtelchen und Fläschchen stehen Shampoos, Lotionen, Duschbad und Seife zur Verfügung - und eine Duschhaube. Ein Fernseher ist selbstverständlich ebenso vorhanden wie die Minibar. In die werfen wir natürlich auch einen Blick. Nanu, wo sind denn die beiden 0,33-Liter-Büchsen mit dem türkischen "Efes Pilsen", wo die Cola, Fanta, Sprite, die sich üblicherweise darin befinden müssten? "Alles leer, nur Wasser", bestätigt Johan Plat, dass wir unseren Augen trauen dürfen. Pressesprecher Lorenz Kubitz klärt auf: "Die Minibar wird von uns mehr als Kühlschrank benutzt. Und die Spieler sind verantwortungsvoll genug, dass sie kein Bier trinken."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen