Lübzer Pils Cup : „Die Jungs sind auf dem Punkt da“

Einmal noch jubeln für den FC Hansa: Wenngleich Tim Väyrynen, Bryan Henning, Selcuk Alibaz und Tommy Grupe den Rostocker Drittligisten verlassen, wollen sie doch am Montag den Landespokal holen.
Einmal noch jubeln für den FC Hansa: Wenngleich Tim Väyrynen, Bryan Henning, Selcuk Alibaz und Tommy Grupe den Rostocker Drittligisten verlassen, wollen sie doch am Montag den Landespokal holen.

Hansa-Coach Pavel Dotchev ist davon überzeugt, dass der Landespokal nach Rostock geht, zudem wird es eine Abschiedsvorstellung für eine Reihe von Spielern

svz.de von
20. Mai 2018, 05:00 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat am Montag ab 14.30 Uhr das wohl wichtigste Spiel dieser Saison 2017/18 vor der Brust: Im Landespokalfinale von Mecklenburg-Vorpommern treffen die Rostocker im Neustrelitzer Parkstadion auf den Oberligisten FC Mecklenburg Schwerin und streben die Titelverteidigung – und damit die Teilnahme an der 1. Hauptrunde im DFB-Pokal in der nächsten Spielzeit 2018/19 – an.

Das Schwierigste für Cheftrainer Pavel Dotchev ist es derzeit, seine Truppe nach dem Ende des Punktspielbetriebes bei Laune zu halten: „Der Termin ist nicht glücklich. Man sollte sich für die Zukunft überlegen, ob das wirklich passend und fair ist. Die Jungs sind kaputt, sogar die leichten Sachen auf dem Platz fallen uns schwer.“ So werden verletzungsbedingt auch Kapitän Amaury Bischoff und Stürmer Tim Väyrynen für das Pokalfinale ausfallen. „Nichtsdestotrotz werde ich dafür sorgen, dass die Konzentration am Montag da ist“, erklärt Dotchev, der erneut ein Pokal-Hit wie in der abgelaufenen Saison gegen den Bundesligisten Hertha BSC (0:2) im heimischen Ostseestadion erleben möchte.

Klar ist, dass der Rostocker Traditionsverein gegen die vom Abstieg bedrohten Schweriner Favorit ist. „Wir nehmen die Rolle des Außenseiters gern an. Wir haben eine junge Mannschaft, die alles daran setzen wird, im Finale ein tolles Spiel abzuliefern“, verspricht Reinhard Henning, Vereinspräsident des FC Mecklenburg Schwerin. Um nicht wie im Halbfinale erst in der Verlängerung die Entscheidung herbeizuführen, nimmt Hansa-Trainer Dotchev den Gegner ernst. Sein Co-Trainer Uwe Ehlers beobachtet den Kontrahenten beim Auswärtsspiel gegen den SV Lichtenberg 47. Dass der Landestitel am Ende durchs Elfmeterschießen entschieden werden muss, „an sowas denke ich gar nicht. Das sind dann auch Situationen, die man schlecht trainieren kann.“ Auch an eine Niederlage will Dotchev nicht glauben: „Natürlich spielt man mit Gedanken. Aber wenn die Mannschaft konzentriert spielt, wir das Tempo von der ersten Minute an hochschrauben, dann wird nichts brennen.“ Jedoch warnt er: „Wenn wir anfangen Fußball nach Vorschrift zu spielen und nur auf die Uhr gucken, wann das Spiel endlich zu ende ist – dann könnte es eine böse Überraschung geben. Das möchte ich nicht.“

Die jüngsten Auftritte seines Teams stimmen den Fußball-Lehrer zudem positiv. „Das Spiel gegen Chemnitz und das Halbfinale gegen Torgelow machen mir Hoffnung, dass die Jungs am Montag auf dem Punkt sind.“ Für einen Teil der Mannschaft geht es anschließend nach Mallorca,. „Wenn sie gewonnen haben, dürfen sie das machen“, so der Coach und ergänzt: „Wenn nicht, sehen wir uns vielleicht am Dienstag noch mal und dann werden wir ein gutes Auslauf-Programm machen“, sagt Pavel Dotchev mit einem Lachen.

Der Pokalsieger erhält 115 000 Euro

115 000 Euro erhält der Landespokalsieger durch den damit verbundenen Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2018/19. Weitere 44 000 Euro werden unter den übrigen Teilnehmern des Landespokals verteilt. Der Verlierer des Endspiels erhält 15 000 Euro. Die beiden unterlegenen Halbfinalisten können sich mit jeweils 7500 Euro trösten. Wer das Viertelfinale erreicht bekommt 2500 Euro. Und die acht ausgeschiedenen Achtelfinalisten können sich jeweils über 625 Euro freuen.
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