FC Hansa Rostock : Die Elf der zwei Gesichter

Wieder kein Heimsieg für den FC Hansa! Hier bleibt Kickers-Torhüter Mark Redl  Sieger gegen  Halil Savran und Nikolaos Ioannidis. Links der Stuttgarter  Fabio Leutenecker.
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Wieder kein Heimsieg für den FC Hansa! Hier bleibt Kickers-Torhüter Mark Redl Sieger gegen Halil Savran und Nikolaos Ioannidis. Links der Stuttgarter Fabio Leutenecker.

Hansa führt zur Pause 2:0 und landet zu Hause doch wieder keinen Dreier: Nur 2:2 gegen Stuttgarter Kickers

svz.de von
30. März 2014, 20:32 Uhr

Es ist nicht zu fassen: Der FC Hansa muss tatsächlich das Halbfinale im Fußball-Landespokal am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen Fünftligist 1. FC Neubrandenburg bemühen, um endlich sein erstes Heimspiel 2014 zu gewinnen. Auch im Duell mit den Stuttgarter Kickers vor nur 6200 Zuschauern (Hansa-Negativrekord in der 3. Liga*) reichte es nicht zu einem Dreier – nur 2:2, obwohl die Rostocker zur Pause 2:0 vorn lagen.

Dabei hatte Trainer Bergmann auf die zuletzt drei Niederlagen in Folge ohne eigenes Tor reagiert. Er brachte den guten Debütanten Max Christiansen, Kapitän der Bundesliga-A-Jugend, für Haas im defensiven Mittelfeld. Und er stellte mit Pelzer, Ruprecht und Weidlich drei gewohnte Innenverteidiger auf – von denen Letzterer allerdings diesmal zentral offensiv (!) spielte.

Weitere Personalie: Torwart Hahnel schied nach einem Zusammenprall mit dem Stuttgarter Soriano verletzt aus, Brinkies übernahm (75.).

Bergmanns Veränderungen trugen zunächst Früchte. Hansa ging schon nach weniger als anderthalb Minuten in Führung. Jakobs, von Weidlich in Szene gesetzt, zog von dannen und behielt die Ruhe, schob überlegt ein. Abgesehen von einem gefährlichen Schuss von Fennell (31.) besaßen die Kickers in der ersten Halbzeit nicht eine Chance. Die Weiß-Blauen hingegen eine ganze Reihe. So erzielte Ruprecht ein Abseitstor (19.), war Savran schon an Keeper Redl vorbei, traf jedoch nur das Außennetz (20.). Die Rostocker standen den Schwarz-Hellgrünen früh auf den Socken und erhöhten verdient durch Ioannidis’ eingesprungenen Volleyschuss nach Sahne-Flanke von Savran auf 2:0 (40.).

Diese perfekte Ausgangsposition war allerdings schon nach 70 Sekunden der zweiten Hälfte Geschichte, als die Gäste durch den blank stehenden Edwini-Bonsu verkürzten. Die jetzt hinten teilweise „schwimmenden“ Ostseestädter fanden fortan nicht mehr zu ihrer gefälligen Vorpausenleistung zurück. Nach einer Stunde stocherte Müller (wobei wohl sogar Ruprecht zuletzt dran war) den Ball zum 2:2 über die Linie. Am Ende durfte Hansa froh sein, nicht sogar noch verloren zu haben. So setzte sich Soriano im Kopfball-Duell mit Pelzer durch, verfehlte nur um Handbreite das Gehäuse (68.). Hanebüchene Ballverluste von Mendy (75.) und Ioannidis (90.+2) blieben wie durch ein Wunder unbestraft…

Kuriosum: Ebenfalls gegen die Stuttgarter Kickers kamen fast auf den Tag genau 22 Jahre vorher in der 1. Bundesliga (!) sogar nur 5000 ins Ostseestadion.


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