FC Hansa Rostock : Die Bilanz eines Absteigers

Ein Bild mit Symbolcharakter: Hansa-Trainer Karsten Baumann schlägt angesichts der Negativserie von nur zwei Siegen aus saisonübergreifend 19 Spielen die Hände vors Gesicht.
Ein Bild mit Symbolcharakter: Hansa-Trainer Karsten Baumann schlägt angesichts der Negativserie von nur zwei Siegen aus saisonübergreifend 19 Spielen die Hände vors Gesicht.

Saisonübergreifend holte der FC Hansa aus 19 Partien nur magere zwei Siege und 14 von 57 möglichen Punkten

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04. November 2015, 21:00 Uhr

Saisonübergreifend in 19 Spielen – entspricht einer Halbserie –, nur zwei Siege sowie ganze 14 von 57 möglichen Punkten: Die Bilanz des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock ist desaströs und gleicht der eines Absteigers. Als aktuell Vorletzter (14 Zähler) steht den Ostseestädtern auch in dieser Saison das Wasser erneut bis zum Hals. Vor Jahresfrist war Hansa Viertletzter mit zwölf Punkten. Eine sportliche Verbesserung beziehungsweise Weiterentwicklung ist tabellarisch nicht zu erkennen. Zwar scheint die Verteidigung stabiler zu stehen, doch zuletzt gab es in drei von vier Partien auch wieder jeweils drei Gegentreffer.

Besorgniserregend ist zudem, dass die Truppe derzeit Rückschläge nicht verkraften kann. Zuletzt beim VfB Stuttgart II lief mit der 1:0-Führung in der 59. Minute an sich alles nach Plan. Doch Hansa kassierte postwendend den Ausgleich (62.) und brach anschließend zusammen. „Das verschärft sich von Spiel zu Spiel. Gegen Großaspach war es nach dem Platzverweis und dem 0:1 auch schon so. In der Halbzeit mussten wir die Mannschaft aufrichten. Alleine schafft sie es im Moment nicht. Bei negativen Erlebnissen ist sie stark verunsichert. Es ist nicht zu erklären, dass sich die Spieler so überrumpeln lassen und schnell den Ausgleich kriegen. Das darf uns nicht passieren. Wenn wir so weiterspielen, haben wir wenig Chancen, aus diesen Gefilden herauszukommen“, erklärt Trainer Karsten Baumann, der nach einem Weg aus der Krise sucht: „Wir versuchen im Training immer neue Reize zu setzen und neue Impulse zu geben – auch mit außergewöhnlichen Sachen. Bislang hat nichts
gefruchtet. Doch ein paar Patronen haben wir noch.“

Vor dem Heimspiel wieder ins Hotel

Mit der Strafversetzung von José-Alex Ikeng zur „Zweiten“ – unter anderem wegen des Verpassens des kurzfristig angesetzten Straftrainings (Waldlauf) am Sonntag – wurde ein Zeichen gesetzt, dass Undiszipliniertheiten nicht geduldet werden. Am Freitag fährt die Mannschaft erstmals seit Jahren vor einer Heimpartie wieder zur unmittelbaren Spielvorbereitung in ein Hotel. Auch Aberglaube spielt eine Rolle. So wurde der Trainingsplatz gewechselt.

Karsten Baumann lässt nichts unversucht, um die Kogge wieder auf Kurs zu bringen. Mit den Partien am Sonnabend zu Hause gegen Aufsteiger Würzburger Kickers (11./19) sowie anschließend bei Rot-Weiß Erfurt (12./17) stehen die Wochen der Wahrheit an.

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