Landespokal : Der Underdog glaubt dran

Wiederholung gewünscht: Vor drei Jahren traf Christopher Kaminski (rechts) für den FSV Bentwisch gegen den FC Hansa im Pokal-Halbfinale zum 1:1 – und wahrte so die Chancen des Außenseiters. Gelingt dem FC Mecklenburg Schwerin auch am Sonnabend eine Überraschung?
Wiederholung gewünscht: Vor drei Jahren traf Christopher Kaminski (rechts) für den FSV Bentwisch gegen den FC Hansa im Pokal-Halbfinale zum 1:1 – und wahrte so die Chancen des Außenseiters. Gelingt dem FC Mecklenburg Schwerin auch am Sonnabend eine Überraschung?

Bei Schwerin spielen mit Christopher Kaminski und Enrico Karg zwei Akteure, die dem FC Hansa im Halbfinale 2013 das Leben schwer machten

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24. März 2016, 05:00 Uhr

Für die meisten Spieler des Fußball-Verbandsligisten FC Mecklenburg Schwerin ist der Halbfinal-Pokalfight gegen den FC Hansa Rostock der Höhepunkt der Saison. Anders für die beiden Schweriner Enrico Karg und Christopher Kaminski – beide trafen am 1. Mai 2013 noch als Spieler des FSV Bentwisch im Landespokal-Halbfinale auf die Hanseaten und unterlagen mit 2:3 (1:1).

„Klar, ist es ein besonderes Spiel, aber irgendwie kennt man diesen Trubel schon. Ich schätze, was wirklich neu sein wird – zumindest für uns, sind die vielen Zuschauer“, sagt der gebürtige Rostocker Enrico Karg. „Es ist aber immer aufregend, gegen die einzige Profi-Mannschaft aus dem Land zu spielen“, ergänzt Christopher Kaminski.

Der heute 31-jährige Kaminski brachte damals mit seinem 1:1 in der 19. Minute den FC Hansa in Verlegenheit. „Um ehrlich zu sein, habe ich mir das Tor letztens gerade angeschaut. Ich denke, das Spiel – und vor allem meinen Treffer – werde ich nicht so schnell vergessen“, gibt Kaminski zu. Mit seinem Tor konnte der Mittelfeldakteur dem damaligen Außenseiter ein wenig Hoffnung aufs Weiterkommen geben. „Hansa hat zu der Zeit auch ziemlich geschwächelt, das hat uns in die Karten gespielt, aber am Ende hat es doch nicht gereicht.“ Auf viele bekannte Gesichter wird Christopher Kaminski nicht treffen – lediglich Johannes Brinkies und Tommy Grupe (derzeit noch im Aufbautraining) waren vor drei Jahren dabei und gehören auch heute noch zum Hansa-Profi- Kader. Besondere Arbeit in Sachen Motivation wird der Schweriner Kapitän bei seinen Mitspielern für diese Partie nicht anwenden müssen – im Training blicken alle fokussiert auf das Halbfinale. „Ich denke auch ein wenig, dass es mal an der Zeit wäre, dass der Underdog dran ist, zu gewinnen. Wir werden alles daran setzen“, ist sich Kaminski sicher.

Darüber, dass der FC Mecklenburg Schwerin in diesem Spiel nichts zu verlieren hat, sind sich beide einig. „Man kann gegen große Teams wie Hansa richtig gut dastehen oder sich abschlachten lassen – Letzteres wollen wir definitiv nicht. Gegen Neustrelitz haben wir ja auch eine kleine Überraschung geschafft, also warum nicht auch jetzt. Wir müssen vor allem konzentriert zu Werke gehen“, so Stürmer Enrico Karg. Und er hat auch einen Matchplan für die Begegnung: „Wichtig ist, dass wir hinten gut stehen und nach vorne schnell kontern, damit kann man den Gegner immer schocken.“

Beim Spiel vor drei Jahren traf auch Karg zum 2:1 aus Bentwischer Sicht, jedoch wurde das Tor wegen Abseits nicht gegeben, „aber vielleicht schaffe ich es ja am Sonnabend…“.

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