Hansa Rostock : „Das wird ein harter Kampf“

Immer voller Einsatz: In dieser Szene versucht der Rostocker José Alex Ikeng (rechts) dem Cottbuser Richard Sukuta Pasu den Ball abzunehmen.
Immer voller Einsatz: In dieser Szene versucht der Rostocker José Alex Ikeng (rechts) dem Cottbuser Richard Sukuta Pasu den Ball abzunehmen.

Mittelfeld-Akteur José Alex Ikeng über den Saisonstart, den neuen Teamspirit und das heutige Spiel in Kiel

svz.de von
19. September 2015, 08:00 Uhr

Rostock Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock tritt heute um 14 Uhr (Live im NDR-Fernsehen) bei Holstein Kiel an. Vor dem Ostsee-Duell sprach NNN-Mitarbeiter André Gericke mit Hansa-Abräumer José Alex Ikeng.


Acht Spiele sind absolviert. Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonstart?

Ikeng: Es ist kein schlechter Start, aber zufrieden sind wir nicht. Wir haben in guten Spielen einige Punkte liegengelassen. Aber wir machten auch ein paar schlechtere Spiele, die wir hätten verlieren können. Es ist mehr drin.

Im Sommer gab es einen großen Umbruch. Hat sich schon ein neuer Mannschaftsgeist entwickelt?

Ein gewisser neuer Teamspirit ist schon entstanden, aber wenn so viele Spieler gehen und so viele neue dazukommen, dann dauert es mehr als acht Partien, um wieder eine gesamtheitliche Atmosphäre zu schaffen. Ich glaube, dass wird noch ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen, bis alle Zahnräder ineinander greifen. Da sind acht Spiele zu kurz. Wir müssen uns gedulden, aber auch die Leute von außerhalb dürfen nicht zu viel verlangen. Vor ein paar Monaten standen wir noch im Abstiegskampf, dann ist die Hälfte der Mannschaft gegangenen und Neue sind gekommen. Dafür stehen wir nicht schlecht da.

Gab es noch einmal zusätzlich Unruhe, als kurz vor dem Ende der Transferfrist drei neue Spieler kamen?

Keine Unruhe, aber es ist natürlich verständlich, dass wenn drei neue Spieler kommen und zwei davon gleich – ohne großes Training mit der Mannschaft – spielen, die Abläufe noch nicht stimmen. Das dauert seine Zeit. Man muss sich erst kennenlernen. Wie tickt der eine, will er den Ball eher kurz oder lang. Solche Dinge erarbeitet man sich halt über viele, viele Stunden im Training.

Die Abwehr steht, aber in der Offensive läuft es noch nicht richtig rund…

Es ist leichter, defensiv eine Einheit zu bilden und kompakt zu stehen, als sich vorne offensiv etwas zu erarbeiten. Es ist klar, wenn man solch einen großen Umbruch hatte, dass man zunächst versucht defensiv sicher zu stehen. Das machen wir ganz ordentlich. Doch wir sind alle gemeinsam auf einem guten Weg. Wir müssen ihn nur konzentriert weitergehen und uns stetig verbessern.

Nun geht es gegen Kiel. Eine Mannschaft, die bislang hinter den Erwartungen geblieben ist. Was erwarten Sie dort?

Für Kiel läuft es noch nicht so gut. Sie haben sicher höhere Ansprüche. Ich denke, sie werden zu Hause direkt zeigen, dass sie drei Punkte holen wollen. Das wird ein harter Kampf.

Holstein tut sich zu Hause ähnlich schwer, wie Rostock – je ein Sieg in vier Heimspielen. Ist es ein Vorteil, für Hansa auswärts anzutreten?

Definitiv. Die Erwartungshaltung ist in Heimspielen eine andere. Es kommen viele Zuschauer ins Stadion und wollen einen Sieg des eigenen Teams sehen. Wenn es nicht so läuft und Fehler passieren, kann die Stimmung schnell umschwenken. Das kann ein Riesenvorteil für uns sein. Zudem stehen die Mannschaften auswärts tiefer, agieren defensiver. Der Gegner ist mehr gezwungen, dass Spiel zu machen. Auch das kann ein Vorteil sein.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen