FC Hansa Rostock : Das war grausam und unverdient

Unfassbar, grausam, unverdient: Kaiserslauterns Keeper Marius Müller ist in die linke, die falsche Ecke abgetaucht, doch der von Marcel Ziemer getretene Ball  landet neben dem Tor. Es war der einzige Fehlversuch im Elfmeterschießen…

Unfassbar, grausam, unverdient: Kaiserslauterns Keeper Marius Müller ist in die linke, die falsche Ecke abgetaucht, doch der von Marcel Ziemer getretene Ball  landet neben dem Tor. Es war der einzige Fehlversuch im Elfmeterschießen…

Ziemer verschießt - Zweitligist Kaiserslautern setzt sich knapp mit 5:4 durch.

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09. August 2015, 21:27 Uhr

Gestern  war der Fußball mal wieder grausam und ungerecht. Im Duell  der 1. Runde des DFB-Pokals im Ostseestadion  hätte es nur einen Sieger geben dürfen – den gastgebenden Drittligisten FC Hansa. Der zeigte eine Riesenleistung, investierte viel mehr, nutzte aber seine Chancen nicht – und so hieß es am Ende  0:0 nach Verlängerung/4:5 im  Elfmeterschießen gegen den 1. FC Kaiserslautern (2. Bundesliga).

Trainer Baumann verzichtete auf personelle Experimente. Einzig auf der Rechtsverteidiger-Position gab es den zu erwartenden Tausch von Ahlschwede für Gröger. Auch das System (4-4-2) wurde beibehalten.

Die Weiß-Blauen signalisierten schon mit ihrer Körpersprache, es unbedingt reißen zu wollen. Die Stimmung war von Beginn an erstligareif  angesichts eines FC Hansa, der nicht nur defensiv sicher stand, sondern sich anschickte, die Pfälzer an die Wand zu spielen. Bickel setzte  mal wieder eine Ecke auf die Latte (8.). Die Rostocker klar überlegen: Gardawskis scharfe Eingabe wird zum Schuss (13.), Ikeng kommt nur einen Tick zu spät gegen Gäste-Keeper Müller (15.). Kurz darauf kriegt Perstaller keinen zwingenden Abschluss mehr hin (16.), Bickel knapp vorbei (19.) und mit starkem Abschluss (ebensolche Parade von Müller/21.), Perstaller verfehlt per Kopf den Kasten (26.), Gardawski verpasst um Zentimeter Bickels Vorlage (36.). Ein unglaublicher Spielverlauf bis dahin, es fehlte nur das 1:0 – da taucht für die Pfälzer aus dem Nichts Thommy völlig frei vor Schuhen auf, doch der wehrt mit einer Wahnsinnstat ab zur Ecke (39.).

Nach Wiederbeginn erwiesen sich die „Roten Teufel“ als jetzt besser eingestellt auf den sie vorher phasenweise fast zu überrennen drohenden aufmüpfigen Außenseiter und kamen auch im Vorwärtsgang mehr in Fahrt. Doch die leidenschaftlich aufbegehrenden, für die Überraschung rackernden Hanseaten blieben, auch wenn sie Abstriche am Tempo machen mussten, ebenbürtig, trafen auch endlich, doch Schütze Gardawski stand im Abseits (64.).

Jetzt ging’s beiderseitig auf das eine möglicherweise entscheidende Tor. Przybylko hat die Möglichkeit zum 1:0 – Schuhen hält (77.). Auf der Gegenseite läuft der eingewechselte Gottschling nach feiner Vorarbeit von Jänicke allein auf Müller zu – und schiebt die Kugel am Tor vorbei (79.). Es blieb beim 0:0 – Verlängerung.

Und Hansa wollte es wissen: Ziemer, frenetisch begrüßt von den über 20000, kommt in die Partie und legt mit gestochenem Pass für Bickel auf. Der macht eigentlich alles richtig, doch Müller fährt die „Haxe“ aus und verhindert die Entscheidung (114.). Wie furchtbar, dass letztlich ausgerechnet Ziemer im Elfmeterschießen am Tor vorbeischießt…

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