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Rückblick2015 : Das Horror-Jahr des FC Hansa

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Skandale, Rauswürfe, Rücktritte und zwei Retter: Der Traditionsverein wurde 50 und musste im Jubiläumsjahr einiges verkraften

svz.de von
erstellt am 30.Dez.2015 | 16:06 Uhr

Was für ein Jahr für Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock! Der Traditionsverein startete mit 17 Punkten (und einem Rückstand von vier Zählern) sowie Tabellenplatz 19 sowie neuer sportlicher Führung in die Rückrunde – Chefcoach Karsten Baumann und Sportdirektor Uwe Klein veränderten einiges. Sieben Siege, acht Niederlagen und drei Remis erreichte die Baumann-Truppe. Der Absturz in die Regionalliga konnte gerade noch abgewendet werden.

In der neuen Saison blieben Baumann und Klein ihrer Linie treu: 16 Abgänge und zehn Neue gab es zum Saisonstart 2015/16. „Wir haben eine richtig gute Truppe zusammenbekommen“, sagte Trainer Baumann zum Start. Das Fazit zur Winterpause: Hansa liegt auf Rang 16, um einen einzigen Punkt vor den Abstiegsplätzen. Baumann und Klein sind weg, der frühere Hansa-Profi Christian Brand hat das Traineramt übernommen.

Doch nicht allein die sportliche Bilanz, auch die Außenwirkung des Vereins ist ernüchternd: Ende September beherrschte ein Streit der Vereinsverantwortlichen um interne E-Mails zwischen dem damaligen Vorstandsboss Michael Dahlmann, Großinvestor Rolf Elgeti und Anhängern der aktiven Fanszene die Medien. Zudem sicherte die Polizei die Geschäftsräume des Vereins. Man nahm an, dass Dahlmann, gegen den eine Anzeige wegen Untreue vorliegt, wohl Dokumente verschwinden lassen wollte. Das Ende vom Lied: Dahlmann nahm am 1. Oktober seinen Hut. Auch Aufsichtsratschef Harald Ahrens erklärte seinen Rücktritt. Kommissarisch übernahmen Rostocks Finanzsenator Dr. Chris Müller und Dr. Uwe Neumann.

Die Mitgliederversammlung am 1. November wählte ein neues Führungsgremium mit NDR-Fernsehkoch Rainer Lemmer als Chef. Und seit 17. November ist Markus Kompp Vorstandsboss. Der 33-Jährige kam von Regionalligist Schwarz-Weiß Rehden.

Die für November geplante Abstimmung zur Ausgliederung der Profiabteilung musste auf 2016 verschoben werden, wie die lange geplante Feier zum 50. Vereinsgeburtstag am 28. Dezember.

Glücklicherweise sorgte die Mannschaft zuletzt für einen Lichtblick. In den beiden Spielen unter dem seit 7. Dezember amtierenden Christian Brand holte sie vier Punkte und verließ (zumindest vorerst) die Abstiegsplätze. Der 43-jährige Coach hat so einen „Schritt in die richtige Richtung getan.“

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