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Hansa Rostock : Das 1:2 bringt Hoffnung für 30 Sekunden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hansa schenkt Großaspach beim 1:3 die Tore

von
erstellt am 25.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Der FC Hansa verlor am Sonnabend vor knapp über 10 000 Zuschauern im Ostseestadion gegen die SG Sonnenhof Großaspach mit 1:3 (0:1) und ist damit nach dem 14. Spieltag der 3. Liga 2015/16 wieder im Kampf um die Existenz im bezahlten Fußball angekommen. Der „Vorsprung“ des nunmehr Sechzehnten zum punktgleichen FC Energie Cottbus auf Rang 18, dem ersten Abstiegsplatz, beträgt drei Tore. Zudem erwartet Innenverteidiger Erdmann nach seinem Feldverweis eine mehrwöchige Sperre, und Kapitän Jänicke muss nach der fünften gelben Karte am Freitag beim VfB Stuttgart II aussetzen.


Erdmann sieht in der 8. Minute die rote Karte


Ohne Veränderungen in der Start-Elf gegenüber dem 1:1 in Münster starteten die Rostocker in die Partie. Wie auch immer konkret ihr „Matchplan“ aussah, er war frühzeitig über den Haufen geworfen, als Erdmann Mitte der gegnerischen Hälfte mit gestrecktem Bein in den Großaspacher Schröck grätschte – Schiedsrichter Waschitzki langte sofort in die Gesäßtasche: blank Rot, die Weiß-Blauen nach nicht mal acht Minuten mit einem Mann weniger!

Und da die SG Sonnenhof längst keine Hotel-Thekenmannschaft mehr ist wie ursprünglich, vielmehr im Moment einen Aufstiegsplatz zur 2. Bundesliga einnimmt (!), dauerte es nicht allzulange bis zum 0:1: Rühle war der Profiteur von Koflers Fehlpass im Spielaufbau, preschte durch die Mitte und vollstreckte kaltschnäuzig (16.).

Trainer Baumann reagierte, nahm nach gut einer halben Stunde mit Benyamina den offensivsten Spieler raus und schickte den defensiven Mittelfeldmann Baumgarten rein (Kofler war nach Erdmanns Abgang von der „Sechs“ in die Innenverteidigung gerückt). Trotz der „Verdichtung“ hätte bereits vor der Pause das 0:2 fallen können, doch Schuhen lenkte den Schuss von Dittgen zur Ecke (40.).

Wenn was geht, dann über Standards, hoffte man beim FC Hansa. Zum Beispiel bei dem von Gardawski geschickt herausgeholten Freistoß an der Strafraumgrenze, den jedoch Dorda in die Mauer setzte (56.). Im direkten Gegenzug konnte Schuhen den Versuch von Rühle noch abwehren, die Kugel fiel jedoch genau Breier vor die Füße – 0:2 (56.).

Baumann brachte mit Lukowicz und Perstaller zwei Stürmer an Stelle von Andrist und Dorda (59.). Alles oder Nichts! Und tatsächlich kamen die Weiß-Blauen danach zu sovielen Chancen wie manchmal in 90 Minuten nicht. So landete Lukowicz’ Kopfball nach herausragender Flanke von Jänicke nur auf der Latte (64.), der Kapitän selbst verzog in Richtung Seitenaus (69.). Dann das erzwungene 1:2: Freistoß Ahlschwede, Gewühl im Großaspacher Strafraum, schlussendlich kommt Henn zum Zuge und trifft (70.). Die Hoffnung dauerte etwa 30 Sekunden, dann stellte Rühle den alten Abstand wieder her – und entschied die Partie trotz aller unbestrittenen Bemühungen der Ostseestädter zu Gunsten der Gäste…

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