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Nächster Hansa Rostock-Akt : Dahlmann soll 150 000 Euro Abfindung kassieren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ehemaliger Vorstandsvorsitzender des FC Hansa soll Abfindung erhalten haben

svz.de von
erstellt am 20.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Offenbar war der Rücktritt von Michael Dahlmann als Vorstandsvorsitzender des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock gar nicht so freiwillig beziehungsweise wurde er dem 37-Jährigen mit einer hohen Abfindung „versüßt“.

So soll Michael Dahlmann, der den Verein seit dem 1. Februar 2013 führte, rund 150 000 Euro aus den chronisch klammen Kassen des Traditionsvereins erhalten. Kurios: Damit übersteigt der Betrag deutlich die Summe, die der ehemalige Vorstandsboss bei einer „normalen“ Beurlaubung erhalten hätte. Bei einer Vertrags-Restlaufzeit von neun Monaten bei Kontrakt-Ende zum 30. Juni 2016 hätten Dahlmann noch rund 72 000 Euro zugestanden. Nun kassiert er das Doppelte.

„Ich habe mich im Aufhebungsvertrag zur Verschwiegenheit verpflichtet. Diese werde ich – offensichtlich im Gegensatz zu anderen – wahren“, so Dahlmann in einer auf Facebook veröffentlichen Stellungnahme.

Auch der neue Aufsichtsratschef Uwe Neumann will sich dazu nicht äußern: „Wir haben uns zur Verschwiegenheit verpflichtet. Dies bitte ich zu respektieren.“

Klare Dementis sehen anders aus. Vielmehr lassen beide Aussagen viel Raum für Spekulationen. Zu klären wäre zudem, ob in diesem Fall nicht sogar eine Veruntreuung von Vereinsvermögen vorliegt, da keine Gründe ersichtlich sind, weshalb Michael Dahlmann eine derart hohe Abfindung gezahlt werden musste.

Der Vorstandschef war am 1. Oktober zurückgetreten, um weiteren Schaden vom Verein abzuwenden. Der „Rücktritt“ wurde damals einstimmig vom Aufsichtsrat, der Dahlmann offenbar Stunden zuvor feuern wollte, angenommen.

Seitdem tobt ein schmutziger Machtkampf in den Führungsgremien des Vereins, in dem nahezu täglich neue pikante Details ans Licht kommen. Zuletzt wurde ein E-Mail-Verkehr zwischen Investor Rolf Elgeti und Vertretern der Fanszene veröffentlicht, in dem letztere massiv auf die Personalpolitik des Vereins einwirken wollen.

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