zur Navigation springen

Neuer Vorstandschef Hansa Rostock : Dahlmann: "Sehe Amt nicht als Schleudersitz"

vom

Michael Dahlmann ist neuer Vorstandschef des FC Hansa. Er ist ein alter Bekannter: Er war in Rostock von 2007 an Referent beim Finanzsenator und danach bis Januar 2012 Leiter des Beteiligungsmanagements.

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2013 | 07:31 Uhr

Rostock | Michael Dahlmann (35) wurde gestern als neuer Vorstandsvorsitzender des Fußballclubs Hansa vorgestellt. Er ist ein alter Bekannter: Er war in Rostock von 2007 an Haushaltskonsolidierungs-Referent beim Finanzsenator und danach ab 1. Januar 2008 bis 31. Januar 2012 Leiter des Beteiligungsmanagements. Letztere Funktion übernahm er vor genau einem Jahr auch in Potsdam. Er und seine Frau Sandra sind seit dem 19. Dezember 2012 stolze Eltern von Söhnchen Paul. Redakteur Peter Richter sprach mit Michael Dahlmann.

Herr Dahlmann, wieso haben Sie eigentlich Rostock verlassen, wo Sie doch jetzt nach nur einem Jahr wieder da sind?

Michael Dahlmann: Dieser Wechsel war ausschließlich privat motiviert. Meine jetzige Frau (die frühere Rostocker Bürgerschafts-Abgeordnete Sandra Benzmann - d. Red.) hat als angehende Lehrerin dort, in Berlin und Brandenburg, einfach mehr berufliche Chancen gesehen.

Nunmehr wird vielleicht manchen verwundern, dass Sie einen sicheren Posten in der Potsdamer Stadtverwaltung gegen einen Schleudersitz beim FC Hansa eintauschen. Welche Gründe haben Sie bewogen, sich beim Verein als Vorstandsvorsitzender zu bewerben?

Also, erst mal sehe ich das Amt nicht als Schleudersitz. Ich stamme aus dem Ruhrgebiet, da hat man traditionell ein Herz für den Fußball. Und als ich 2007 hierherkam, habe ich auch für Rostock mein Herz entdeckt. Ich finde, so eine schöne Stadt hat auch einen vernünftigen Fußballverein verdient. Ich möchte bei Hansa Rostock für wirtschaftliche Stabilität sorgen, auch dabei helfen, das Image des Vereins, das in den vergangenen Jahren ein bisschen gelitten hat, wieder aufzupolieren. Das kann ich natürlich nicht alleine schaffen.

Welche Referenzen und Erfahrungen im Fußball, speziell im Geschäft bezahlter Fußball, bringen Sie mit?

Gar keine. Aber ich verstehe mich auf Sanierung, Restrukturierung und Effizienzsteigerung von Unternehmen. Da habe ich viel Erfahrung, und die soll jetzt Hansa zugute kommen. Das ist ein ganz besonderer Verein, von dem ich glaube, dass ich in ihm einiges bewirken kann. Auf fußball-spezifischem Gebiet muss ich mich ja auch nicht tummeln, dafür haben wir mit Uwe Vester einen Vorstand Sport.

Es heißt, Sie seien Schalke-Fan. Jetzt auch noch?

Was soll ich sagen… Ich bin in Gelsenkirchen geboren und kann deshalb eine gewisse Affinität nicht leugnen. Aber es ist ganz klar, dass sich jetzt die Prioritäten verschieben. Wie gesagt, Fußball im Allgemeinen ist im Ruhrgebiet, wo ich herkomme, fast ein Lebensgefühl, und ich bin auch, als ich das erste Mal in Rostock gearbeitet habe, immer gern ins Stadion gegangen und kickte sogar jeden Dienstagabend mit einer Hobbymannschaft. Früher in Gelsenkirchen spielte ich beim SSV Buer in der Abwehr.

Wie definieren Sie Ihre hauptsächlichen Ziele, worum werden Sie sich in Rostock als Erstes kümmern?

Es gibt noch nichts, was ich rausposaunen könnte. Lassen Sie mich erst mal anfangen und das anschauen. Ich hatte das Gespräch mit dem Aufsichtsrat, denke, dass wir an der Stelle weiterkommen. Und ich habe vorhin mit Uwe Vester (kam von Schalke 04 - d. Red.) telefoniert und hatte das Gefühl, wir sind auf einer Wellenlänge und werden uns verstehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen