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Interview : Dahlmann: „Es droht keine Insolvenz“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wirtschaftlich hat der FC Hansa seine Hausaufgaben gemacht – Jetzt ist die Mannschaft am Zug, den Klassenerhalt zu schaffen

Mit einem Kraftakt gelang es dem FC Hansa Ende Januar, die Auflagen der Nachlizenzierung des Deutschen Fußball-Bundes zu erfüllen. NNN-Mitarbeiter André Gericke sprach mit FCH-Vorstandschef Michael Dahlmann über die aktuelle finanzielle Situation sowie über die Zukunft.


Herr Dahlmann, wie ist es momentan wirtschaftlich um den FC Hansa bestellt?
Dahlmann: Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden wir am Ende des laufenden Geschäftsjahres ein Minus machen. Wäre die Saison sportlich „normal“ verlaufen und wir im Mittelfeld der Tabelle, dann hätte am Ende eine schwarze Null gestanden. Letztlich war das Benefizspiel und die Unterstützung unserer Fans ein großer Rettungsanker. Ohne deren großes Engagement hätte es nicht funktioniert. Die Art und Weise hat uns alle unheimlich positiv überrascht und begeistert. Man hat gemerkt, dass der Verein noch lebt und eine große Bedeutung für die Region hat. Bei mir hat das einen Motivationsschub erzeugt, hier weiterzukämpfen.


Wie sieht es in Bezug auf die kommende Saison aus?
Durch die schlechte Ausgangssituation aus dieser Saison wird die Lizenzierung sicherlich wieder eine große Herausforderung. Wir werden zu diesem Zweck durch eigene Maßnahmen noch einmal eine Million Euro einsparen. Dann sind wir aber über den Berg und solch eine sportliche Krise wie in diesem Jahr kann uns nicht mehr umhauen.


Wie wollen Sie das umsetzen?
Wir geben im Verhältnis zum Ertrag zu viel für den Lizenzspielerbereich aus. Wir haben lange gebraucht, bis wir das richtige Personal an den passenden Stellen hatten. Ich bin überzeugt, dass Herr Klein (Sportdirektor – d. Red.) mit dem Budget, das wir vorgesehen haben, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen kann. Er hat seine Kompetenz bei den Nachverpflichtungen ja schon unter Beweis gestellt.


Wie viel Geld steht denn für die Profis zur Verfügung?
Wir wollen in diesem Bereich 800 000 Euro einsparen. Dann würden wir bei 2,8 Millionen Euro und damit immer noch im Mittelfeld der 3. Liga liegen.


Denken Sie eigentlich auch an die Regionalliga?
Aus wirtschaftlichen Gründen nicht. Es droht keine Insolvenz. Sportlich machen wir uns natürlich Sorgen. Es wurde aber alles dafür getan, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, dass der Klassenerhalt realisiert werden kann. Mit dem Sieg in Wiesbaden hat die Mannschaft jetzt den Anfang gemacht, den es nun in den kommenden Wochen zu bestätigen gilt. Dennoch werden wir, wie in den Vorjahren auch, formal eine Spielgenehmigung für die Regionalliga beantragen. Das ist unsere Pflicht – unsere Überzeugung ist jedoch, dass wir diese nicht benötigen werden, weil das Team die Klasse halten wird.
 

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