FC Hansa Rostock : „Cello“ gibt den Takt vor

Kämpferisch und engagiert in jedem Zweikampf: Marcel Ziemer trägt in der Partie gegen Holstein Kiel ersatzweise die Kapitänsbinde, da Tobias Jänicke gelb-gesperrt war.
Kämpferisch und engagiert in jedem Zweikampf: Marcel Ziemer trägt in der Partie gegen Holstein Kiel ersatzweise die Kapitänsbinde, da Tobias Jänicke gelb-gesperrt war.

Beim Spiel gegen Holstein Kiel führte Sturmbulle Marcel Ziemer den FC Hansa als Kapitän aufs Feld

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03. März 2016, 08:00 Uhr

Die Kogge wurde am Dienstagabend von einem neuen Kapitän aufs Feld geführt – Marcel Ziemer. Und er hat auch prompt die erste Entscheidung des Abends getroffen: Beim Heimspiel des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock gegen Holstein Kiel wechselte „Cello“ die Seite, um in der ersten Halbzeit auf die Süd-Tribüne zu spielen, und im zweiten Durchgang die Fans im Rücken zu wissen.

Die Wahl auf den 30-jährigen Sturmbullen fiel hingegen äußerst spät, erst bei der Abschlusseinheit am Dienstagvormittag hat sich Cheftrainer Christian Brand festgelegt. „Ich habe schon vorher gesagt, dass ich diese Entscheidung nach meinem Bauchgefühl treffe – und so war es dann auch. Ich bin in die Kabine gekommen und wusste, ,Cello‘ ist es, habe es ihm gesagt und dann war es das“, sagt Brand.

Grund für die Neubesetzung des Leaders war die Gelb-Sperre des eigentlichen Kapitäns Tobias Jänicke. Der 26-Jährige wurde Anfang der neuen Spielzeit vom ehemaligen Trainer Karsten Baumann bestimmt. Seine Stellvertreter sind Matthias Henn und Marco Kofler. Die drei, wie auch Marcel Ziemer und Maximilian Ahlschwede gehören dem gewählten Mannschaftsrat an. Letzterem übergab Ziemer bei seiner Auswechslung in der 90. Minute die Kapitänsbinde.

„Ich wollte der Mannschaft einfach helfen. Mir ging es darum, dass ich die Jungs anheize – dafür brauche ich aber eigentlich nicht die Kapitänsbinde, das mache ich sonst auch. Aber klar, ist es eine Ehre, vor allem weil Tobi Jänicke gesperrt war, und ich ihn würdig vertreten wollte“, sagt Marcel Ziemer. Und das Fazit des Reserve-Kapitäns fiel gut aus: „Ich glaube, wir haben das kämpferisch gut gemacht. Wir hätten hier und da ein bisschen ruhiger sein müssen, um das nächste Tor zu machen. Aber im Endeffekt zählen die drei Punkte. Es macht Spaß, die Menschen drum herum zu sehen, die endlich mal wieder lächeln können. Einige fußballerische Ansätze waren auch dabei, da können wir sicher noch was drauflegen, aber gut.“

Und der 30-Jährige hätte auch noch in den Schlussminuten die Chance auf das 2:0 zu machen. Doch Marcel Gottschling schaffte es nicht, den Ball zu „Cello“ zu bringen. „Ich bin ein bisschen froh gewesen, dass ,Gottschi’ den nicht rübergebracht hat. Bei mir haben einfach beide Waden zugemacht. Ich hatte zwar viel Platz und vielleicht hätte ich ihn nur noch über die Linie drücken müssen – ob es dafür aber gereicht hätte, weiß ich nicht“, gesteht Ziemer. Nicht nur diese Blessur hat er von dem Spiel getragen, wie viele andere Hanseaten ist er eher in die Kabine gehumpelt. „Mir ist jemand auf den Oberschenkel getreten, aber das ist Abstiegskampf – und ich glaube, die anderen sehen genauso aus wie ich.“

Die nächste Station in der englischen Woche ist die MDCC-Arena in Magdeburg. „Ich glaube, wir können jede Mannschaft schlagen. Gegen den 1. FC Magdeburg wird es ein Derby, ich glaube, wenn wir das abrufen im Kampf, was wir jetzt machen und dann irgendwie noch ein Tor machen, dann können wir das packen. So ein Erde-Tor war auch mal schön mitanzusehen, war mal was anderes“, so Aushilfskapitän Marcel Ziemer.

Mit welchem Spielführer die Kogge dann aufläuft, wird sich zeigen…

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