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Spielbericht : Blitztor reicht nur für Remis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rostocker Hanseaten trennen sich im Ostduell beim FC Rot-Weiß Erfurt von den Gastgebern 1:1

Eine Torpremiere, ein kapitaler Abwehrschnitzer, ein gehaltener Elfmeter: Das Drittliga-Ostduell FC Rot-Weiß Erfurt gegen FC Hansa Rostock hatte am Sonnabend drei Aufreger zu bieten. Am Ende trennte man sich im vorletzten Saisonspiel 1:1 (1:1) – und alle konnten mit dieser Punkteteilung leben.

„Wir haben Erfurt ohne Ende bespielt, versäumten es aber, das zweite oder dritte Tor nachzulegen. Dann sind wir eben hinten nicht so stabil, den Vorsprung zu verteidigen. Das ist unser Problem, was sich durch die gesamte Saison zieht“, befand Hansas Innenverteidiger Steven Ruprecht.

Vor allem zu Beginn trauten die knapp 2000 mitgereisten Hansa-Fans ihren Augen nicht. Die auf mehreren Positionen umgestellte Gäste-Elf spielte frech auf. Vor allem „Sechser“ Max Christiansen leitete etliche vielversprechende Angriffe ein. Dem 18-jährigen Mittelfeldspieler fiel nach einer Flanke von Noël Alexandre Mendy der Ball vor die Füße. „Ich habe gesehen, dass ich Platz habe und zog ab“, beschrieb Christiansen sein erstes Profitor (2.). Das frühe 1:0 verlieh Hansa Auftrieb, doch Julian Jakobs, der als „Zehner“ hinter der einzigen Spitze Nikolaos Ioannidis für Betrieb sorgte, hätte erhöhen müssen. Erst scheiterte er aus Nahdistanz an RWE-Keeper Klewin, dann am Pfosten (8.).

Erfurt war bis dahin von der Rolle, leistete sich katastrophale Fehlpässe. Erst nach einer Viertelstunde besaßen die Thüringer durch Kammlott und Czichos gute Chancen. Beim Ausgleich half aber die FCH-Abwehr kräftig mit. Nach einer Ecke wurde ein Abpraller von Ruprecht nicht konsequent geklärt. Kammlott spritzte dazwischen und verwandelte an Jörg Hahnel vorbei zum 1:1 (20.). „Ich hörte hinter mir einen ,Leo’-Ruf. Der kam aber nicht von ,Jockel’“, versuchte Ruprecht das Missverständnis mit seinem Keeper aufzuklären.

Bis zur Pause blieb Erfurt am Drücker, sorgte meist über seine linke Angriffsseite für Gefahr. So verpassten Nietfeld (28., 45.) und Strangl (39.) die Führung. Auch beim Freistoß ans Außennetz von Pfingsten-Reddig kurz nach Wiederanpfiff hätten sich die Gäste über ein 1:2 nicht beschweren dürfen (47.).

Erst mit der Einwechslung von Milorad Pekovic zog Ruhe ins Hansa-Spiel ein, schienen beide Teams das Remis zu verwalten. Bis zur 76. Minute: Da ließ Robin Krauße im Strafraum gegen Drazan das Bein stehen. Den fälligen Elfmeter von Pfingsten-Reddig parierte Hahnel großartig. Auf der anderen Seite hatte Jakobs den Siegtreffer auf dem Fuß (86.). „Die Partie hätte in beide Richtungen kippen können. Das 1:1 ist leistungsgerecht“, bilanzierte Ruprecht.


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