FC Hansa Rostock : Blinden Menschen ein Gefühl von Hansa geben

Dankbarkeit für Blindenradio-Reporter Thomas Weggen (mit der grünen Arbeitskarte um den Hals), von links: Udo Ramlow, Kerstin Schnegula, Maik und Ehrenfried Sachse, Bernd Rohsmannek.
Dankbarkeit für Blindenradio-Reporter Thomas Weggen (mit der grünen Arbeitskarte um den Hals), von links: Udo Ramlow, Kerstin Schnegula, Maik und Ehrenfried Sachse, Bernd Rohsmannek.

Die Reporter des Blindenradios

von
19. April 2016, 08:00 Uhr

Anpfiff. Thomas Weggen vom Blindenradio des FC Hansa beginnt seine Reportage. Er redet fast pausenlos, dabei angenehm unaufgeregt. Als gerade nicht so viel los ist auf dem Rasen, verrät er seinen Zuhörern auch, warum er heute allein am Mikrofon sitzt und es sich nicht wie sonst mit seinem Partner Sven Gaede teilt. „Er hat einen Festival-Auftritt. Er singt nämlich. Ob er es kann, ist ’ne andere Frage“, macht der 36-Jährige einen Spaß. Richtet aber im gleichen Atemzug aus, dass der Frontmann der Band Nullpunkt sich maßlos ärgere, diesmal nicht im Ostseestadion dabeisein zu können.

„Das Spiel ist bis jetzt noch nicht das Gelbe vom Ei“, muss Thomas Weggen zunächst Klartext sprechen. Wenige Minuten später aber kann er erfreut die Rostocker Führung schildern.

In der Pause erklärt er uns, was ihn bewog, sein Ehrenamt zu ergreifen. „Wir wollen den blinden Menschen ein Gefühl von Hansa, vom Fansein geben, ihnen einfach helfen. Und es ist ein großer Lohn, wenn man dann sieht, wie dankbar sie sind“, so der Service-Mitarbeiter in der Information des Südstadt-Klinikums, den viele Anhänger auch von den Fanradio-Berichten von Auswärtsspielen kennen.

Am Ende heißt es 2:0, gibt es wieder viel Lob für den Sehgeschädigten-Service des FC Hansa. So auch vom Güstrower Bernd Rohsmannek, Sprecher der (wie er sie
nennt) Interessengemeinschaft „Blindfische“: „2007 ist das gestartet, und ob das anfangs Steffen Baxalary und Stefan Tretropp gemacht haben oder jetzt Sven Gaede und Thomas Weggen uns alles erzählen – egal, ob es gestürmt hat oder Glatteis war, sie ließen uns nicht ein einziges Mal hängen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen