FC Hansa Rostock : Bischoff will auf den Platz zurück

Amaury Bischoff

Amaury Bischoff

Gezwungenermaßen wegen Sperre und Verletzung war der Hansa-Kapitän zuletzt neben dem Rasen aktiv

svz.de von
07. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Zuletzt gab es drei Siege des Fußball-Drittligisten FC Hansa ohne den eigentlichen Kapitän auf dem Rasen: Beim 1:0 in Wiesbaden flog Amaury Bischoff beim Stand von 0:0 vom Platz. Das 5:3 gegen Fortuna Köln verpasste der Routinier wegen der anschließenden Gelb-Rot-Sperre. Zuletzt – beim 2:0 in Halle – plagten den 30-Jährigen leichte Adduktorenprobleme – Auswechselbank. Dennoch war er ein wichtiger Faktor, dass es zu dieser Siegesserie kam. „Ich habe meine Aufgaben als Kapitän neben dem Platz erfüllt. Ich war immer bei der Mannschaft dabei – beim Frühstücken, in der Kabine und der Besprechung. Auch wenn ich nicht gespielt habe, habe ich versucht, dass Beste daraus zu machen und dem Team zu helfen. Jetzt hoffe ich aber, dass ich gegen Chemnitz wieder spielen darf“, so Amaury Bischoff.

Für Hansa-Coach Pavel Dotchev ist ein fitter und einsatzbereiter „Amo“ unantastbar, wie er nach dem Sieg gegen Köln sagte. Der Mittelfeldregisseur hat quasi einen Stammplatz. Dementsprechend dürfte Bischoff am Sonntag im Heimspiel gegen den Chemnitzer FC (14 Uhr Ostseestadion) wieder auf dem Platz stehen. „Das Stadion wird voll. Ich merke in der Stadt, dass die Leute wieder Bock auf Fußball und Hansa haben. Sie mussten lange Zeit auf solch eine erfolgreiche Mannschaft warten. Da tut das ihnen jetzt gut“, erklärt Amaury Bischoff, der die bisher gute Herbstserie der Rostocker mit zwei Siegen in den verbleibenden beiden Heimspielen krönen will. Der Kapitän fordert: „Das Schlüsselwort für die nächsten beiden Spiele heißt Seriosität und nicht Träumerei.“ Von einem möglichen Aufstieg will er jetzt noch nicht sprechen: „Ich weiß, wie schwer das ist. Wir müssen einfach seriös bleiben und die Kontinuität beibehalten.“

Das sei das Schwerste, so der Mittelfeldmann, der aber eingreifen will, sollte einer seiner Teamkollegen „Höhe“ bekommen. „Der Schlüssel in der 3. Liga ist Mentalität und Wille. Es ist eine kämpferische Liga. Erst dann kommt das Spielerische“, so Bischoff, dem es in dieser Saison bislang Riesenspaß macht, für die Kogge aufzulaufen: „Es ist eine geile Truppe, und ich bin jeden Tag glücklich, dass ich hier dabei sein kann. Man merkt einfach, dass alle das gleiche Ziel haben. Nicht nur die, die auf dem Platz stehen, sondern alle 20, 22 Spieler. Selbst wenn mal jemand wie Janis Blaswich oder Marcel Ziemer ausfällt, dann ist jemand anderes da. Wenn wir am Ende etwas erreichen, wird auch jeder davon profitieren.“

Zunächst liegt das Hauptaugenmerk jedoch auf dem Sonntag mit dem Spiel gegen Chemnitz. „Mit unserem Willen wollen wir einfach seriös unseren offensiven Pressing-Fußball durchziehen“, so Bischoff.

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