FC Hansa Rostock : Bickel ist der Chef bei Standards

Sebastian Bickel (rechts) hat bei den Standards das Sagen, aber bei aussichtsreichen Freistoß-Positionen gibt es noch weitere Hansa-Kicker, die sich anbieten würden.
Sebastian Bickel (rechts) hat bei den Standards das Sagen, aber bei aussichtsreichen Freistoß-Positionen gibt es noch weitere Hansa-Kicker, die sich anbieten würden.

Der Mittelfeldmann genießt das Vertrauen des Trainers, weiß aber, dass er bei direkten Freistößen konsequenter sein muss.

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20. August 2015, 08:00 Uhr

Wenn es um die Standards beim Fußball-Drittligisten FC Hansa geht, ist Mittelfeldspieler Christian Bickel die Nummer eins. Doch momentan sind vor allem seine Freistöße noch nicht so torgefährlich, wie sich der ein oder andere Anhänger dies erhofft, hat doch Bickel gerade in der vergangenen Saison die Kogge phasenweise auf diese Weise über Wasser gehalten. „Beim Pokalspiel gegen Kaiserslautern fand ich die Ecken und Freistöße ganz gut. In Chemnitz konnten wir so auch die ein oder andere Situation erzwingen. Aber die direkten Freistöße waren leider bisher noch nichts bei mir. Da muss ich noch konsequenter werden“, sagt der 24-Jährige.

Für Trainer Karsten Baumann präsentiert Bickel seine Stärke am ruhenden Ball jede Woche im Training: „Von gut zehn Probe-Freistößen trifft er sieben. Er ist dann immer sicher. Deshalb ist er auch der Chef auf dem Platz, wenn es darum geht.“ Dennoch testet der Coach in den Einheiten mit Tobias Jänicke, Julius Perstaller oder Michael Gardawski als Freistoß-Schützen weitere Varianten aus. „Auf dem Platz aber entscheidet Bickel, ob er den Ball selbst treten möchte“, so Baumann.

Dieses Vertrauen ist Motivation für den Mittelfeldspieler. „Ich versuche immer die Aufgaben und Vorstellungen des Trainers umzusetzen. Manchmal gelingt mir das und manchmal leider nicht so richtig. Vielleicht denke ich in solchen Situationen noch zu oft nach.“

Die Konkurrenzsituation mit seinen Teamkameraden sind für den Hanseaten keine Belastung. „Es ist gut, wenn wir bei einer aussichtsreichen Position diskutieren und Varianten besprechen können.“ Bei den Ecken ist er dagegen auf sich allein gestellt. Aber auch da hat er eine Art Ritual: „Meist gucke ich mir einen Punkt oder einen Mitspieler aus, den ich anspielen möchte. Und hoffe einfach, dass es klappt. Mehr ist es gar nicht“, so Bickel.

Sein fußballerisches Können hat er zuletzt beim 4:2 gegen Fortuna Köln gezeigt. Nach einem Pass von Jänicke schlenzt er vom Sechzehner aus den Ball in die obere rechte Ecke des Tores. „Das war eine ideale Situation für mich. Ich hab mir die Ecke ausgeguckt und wollte den Ball einfach dort platzieren.“ In dieser Situation hat er seine Schusskraft und -Präzision bewiesen: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich bald einen Freistoß direkt verwandle und dann platzt der Knoten in dieser Hinsicht hoffentlich.“ Vielleicht ja schon am Sonnabend beim Auswärtsspiel in Osnabrück…

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