FC Hansa Rostock : Bickel freut sich auf geile Derbys

Erste Testspiel-Pleite: Zwar musste Hansa zuletzt im Duell mit dem VfL Wolfsburg II ein 0:1 einstecken, dennoch blickt Christian Bickel optimistisch in die neue Saison.
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Erste Testspiel-Pleite: Zwar musste Hansa zuletzt im Duell mit dem VfL Wolfsburg II ein 0:1 einstecken, dennoch blickt Christian Bickel optimistisch in die neue Saison.

Der Offensivmann des FC Hansa will an seine gute Form aus der Rückrunde der vergangenen Saison anknüpfen.

svz.de von
06. Juli 2015, 08:00 Uhr

Christian Bickel möchte dort weitermachen, wo er in der ersten Hälfte des Jahres 2015 aufgehört hat. Der Mittelfeldmann des FC Hansa war mit vier Toren und neun Vorlagen seit der Winterpause maßgeblich am Aufschwung und damit auch am Klassenerhalt des Rostocker Fußball-Drittligisten beteiligt. „Ich hoffe, dass es persönlich weiterhin so gut läuft und dass es für uns als Mannschaft auch von Beginn an passt. Das wäre natürlich super. Wir haben in der Rückrunde der vergangenen Saison gesehen, dass, wenn es in der Truppe läuft, auch der Einzelne glänzen kann“, so der 24-Jährige.

Mit Prognosen für die kommende Spielzeit hält sich
Bickel allerdings zurück. „Wir wollen uns einfach verbessern und es ruhiger angehen, haben daher kein richtiges Ziel herausgegeben. Wir sind aber alle heiß auf die neue Saison und freuen uns, dass etwas Neues beginnen kann“, so Bickel, dem sein sportlich persönliches Desaster-Jahr 2014 noch zu präsent ist: „Das war ein Scheißjahr, vor allem mit dem Abstieg aus der 2. Liga mit Cottbus. Auch mit Hansa lief es stockend. Es war gut, dass ich zum Jahreswechsel einen Schnitt machen konnte.“

Vor allem der gute Auftakt 2015 mit dem 2:1 in Wiesbaden brachte dem Offensivspieler neues Selbstvertrauen. „Es ging gegen Wehen mit einem Sieg gleich positiv los, und wir starteten neu durch. Am Ende konnte ich meinen Teil dazu beitragen, dass wir in der Liga geblieben sind“, erklärt Bickel.

Die bisherige Vorbereitung und die ersten Auftritte in den Testspielen stimmen ihn zuversichtlich. „Es sieht phasenweise schon ganz gut aus. Wir haben einen ausgeglichenen Kader. Ich hoffe, dass wir vom ersten Spieltag an gute Leistungen zeigen, uns so vom Tabellenkeller fernhalten und mal eine ruhigere Saison bekommen“, so der Rostocker.

Der Mann von der linken Seite harmoniert schon prächtig mit seinem neuen Pendant von gegenüber. „Wir haben mit Tobi Jänicke einen richtig guten Offensivspieler dazubekommen“, so Bickel, der mitunter mehrmals während einer Partie mit dem Rückkehrer die Seiten tauscht. Einen genauen Plan, wann das passiert, gibt es aber nicht: „Das machen wir im Spiel spontan. Wenn ich mal rechts einen Standard trete, dann bleibe ich gleich auf der Seite oder wir kreuzen einfach mal.“

Auch den „Zehner“, also den zentralen offensiven Mann der offensiven Dreierreihe, will Bickel in die Wechselspiele mit einbeziehen: „Wir können immer mal hin- und hertauschen. Das würde unserem Spiel in jedem Fall gut tun.“

Die Vorfreude auf die neue Serie ist jedenfalls riesengroß, vor allem auch wegen der zahlreichen Duelle mit Ost-Vereinen. Insgesamt acht Clubs aus den neuen Bundesländern spielen in der 3. Liga. „Wir fiebern den ganzen geilen Derbys entgegen. Das Stadion wird voll sein. Da haben wir richtig Bock drauf. Auch für die neuen Spieler wird es geil sein, hier aufzulaufen“, sagt Bickel, der unter anderem auf seine Ex-Clubs Rot-Weiß Erfurt und Energie Cottbus trifft: „Auch für meine Eltern ist es natürlich schön, dass sie nicht mehr ganz so weit reisen müssen.“

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