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FC Hansa Rostock : Benyamina: „Weiß, dass ich torgefährlich bin“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach einem verkorksten Jahr 2016 mit langer Leidenszeit will Hansa-Stürmer Soufian Benyamina endlich wieder durchstarten

svz.de von
erstellt am 21.Jan.2017 | 08:00 Uhr

Er ist endgültig zurück und will das Seuchenjahr 2016 hinter sich lassen: Stürmer Soufian Benyamina brennt darauf, wieder für den Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock auf Torejagd gehen zu können. „Ich fühle mich richtig gut, habe körperlich überhaupt keine Probleme. Natürlich ist eine Vorbereitung immer anstrengend, doch das macht mir nichts aus. Es ist unbeschreiblich, wenn man auf dem Platz ist und über einen längeren Zeitraum keine Beschwerden mehr hat. Vor allem, wenn man aus solch einer Verletzung kommt, ist das einfach ein geiles Gefühl. Da weiß man dann auch zu schätzen, was man hat“, erklärt der 26-Jährige, den in der Winter-Vorbereitung im Januar 2016 ein Wadenbeinbruch außer Gefecht setzte. Aufgrund der Verletzung und deren Nachwehen – unter anderem musste der eingesetzte Nagel wieder entfernt werden – kam der Stürmer im Kalenderjahr 2016 bei sieben Einsätzen lediglich auf 92 Drittliga-Minuten. Damit ist er quasi auch ein gefühlter Neuzugang.

Er stellt sich dem Konkurrenzkampf

„Ich war jetzt ab Oktober im Training und habe wirklich viel getan, nun auch die Vorbereitung mitgemacht“, sagt Benyamina, der endlich wieder auf dem Platz durchstarten will: „Ich habe schon den Anspruch zu spielen, auch über 90 Minuten. Bloß weil ich jetzt zehn Monate raus war, kann ich ja jetzt nicht sagen, ich kann nur eine halbe Stunde spielen. Ich bin fit und fühle mich gut. Wenn dem Trainer die Leistung gefällt, die ich ihm im Training und in den Testspielen anbiete, warum sollte ich nicht spielen.“

Vor der Konkurrenzsituation – immerhin hat der FC Hansa bisher drei Neuzugänge verpflichtet, einen davon im Sturm – ist ihm nicht bange. Er stellt sich dem Kampf um die Stammplätze. „Es ist auf jeden Fall spannend. Ich war schon in ein paar Vereinen in der 3. Liga. Wir haben wirklich einen guten Kader. Jetzt kommen noch ein paar neue Spieler dazu. Es ist gut für die Qualität, und ich hoffe, dass sie sich anhebt. Die Besten
sollen spielen. Wer Leistung bringt im Training und im Spiel, soll dafür auch belohnt werden. Es ist normal im Fußball, dass es einen Konkurrenzkampf gibt. Das ist in jedem Verein so, ich kenne es nicht anders“, so Benyamina.

Überall seine Tore gemacht

Der 26-Jährige verfügt mit dem Wissen um die eigene Stärke über genügend Selbstvertrauen, ist davon überzeugt, dass er sich durchsetzen wird. In insgesamt 190 Drittliga-Partien für den FC Carl Zeiss Jena, den VfB Stuttgart II, Preußen Münster, Wehen Wiesbaden und den FC Hansa gelangen ihm 47 Treffer. „Ich weiß, dass ich torgefährlich und auch immer für ein Tor gut bin. Das wissen auch die Gegenspieler in der Liga. Ich habe es schon bewiesen, und wäre ich nicht verletzt gewesen, hätte ich meine Tore auch schon für Hansa gemacht“, so der Angreifer, der sich für die Rückrunde keine bestimmte Marke an Treffern vornimmt: „Das mache ich eigentlich nie. Ich will nur immer ein gutes Spiel machen und ein Tor schießen“, so Benyamina, der natürlich weiß, dass Stürmer an Treffern gemessen werden: „Das sollte auch so sein. Allerdings ist es heutzutage so: Wenn man ein schlechtes Spiel macht und ein Tor schießt, ist es gleich ein gutes. Wenn man aber nicht trifft und doch ein gutes Spiel macht, heißt es, der ist blind und trifft nichts. Damit muss man sich mit den Jahren einfach abfinden.“

Mit dem FC Hansa hat er noch eine Menge vor, will allerdings einen Schritt nach dem anderen tun. „Natürlich steckt Potenzial in der Mannschaft, aber jeder ist erst einmal gut beraten, wenn wir sagen, dass wir zunächst die 45 Punkte knacken – und zwar so schnell wie möglich. Dafür muss man hart arbeiten. Alles, was dann kommt, ist Bonus. So ist einfach die Liga. Jeder kann jeden schlagen. Man sieht es an Cottbus. Die standen im vergangenen Jahr ähnlich da wie wir jetzt und sind am Ende abgestiegen, weil sie im Winter noch dachten, sie müssten aufsteigen“, erklärt Benyamina.

Letztes Testspiel

Um 13.30 Uhr wird heute das Testspiel gegen den Nordost-Regionalligisten Hertha BSC Berlin II auf dem Trainingsplatz Kopernikusstraße angepfiffen.

 

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