Beim Vierten befreit aufspielen

  <strong>Eine Option für Hansa:</strong> Sargis Adamyan (r.) - hier gegen Darmstadts Benjamin Baier - könnte auch in Osnabrück wieder in der Startelf stehen. <foto>Andy Buenning</foto>
Eine Option für Hansa: Sargis Adamyan (r.) - hier gegen Darmstadts Benjamin Baier - könnte auch in Osnabrück wieder in der Startelf stehen. Andy Buenning

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27. März 2013, 08:13 Uhr

Rostock | Als Marc Fascher Anfang September des vergangenen Jahres den Trainerposten beim FC Hansa übernommen hatte, startete er mit einer zweimonatigen Erfolgsserie kräftig durch. Von den ersten zehn Pflichtspielen wurden acht gewonnen und eines unentschieden gestaltet - aus dem Rahmen fiel seinerzeit lediglich das Heimspiel gegen den VfL Osnabrück, das 0:3 verloren wurde.

Nachdem die Mannschaft immerhin bis auf Rang 5 der 3. Liga vorgestoßen war, fiel sie anschließend jedoch in ein tiefes Loch. Während zuhause nur noch ein einziger Treffer in sieben Spielen gelang, wurde auswärts lediglich ein Punkt aus sechs Begegnungen geholt. Am Wochenende nun führt die Reise der Hanseaten ausgerechnet zum VfL Osnabrück - fällt vielleicht auch diese Partie wieder aus dem Rahmen?

Zumindest kommt es den Rostockern gelegen, dass die Favoritenrolle an den Gegner vergeben scheint. Auch wenn Trainer Marc Fascher die Last nicht nur auf den Schultern der Hausherren sieht: "Die Osnabrücker haben zwar den Druck, aufsteigen zu müssen, doch auch wir können nicht völlig befreit aufspielen. Es wird sich zeigen müssen, wer dem Druck besser standhält."

Zugute kommt den Rostockern sicherlich, dass sie auswärts mit ihrer zuletzt praktizierten Defensivtaktik auftreten können, ohne dass die Zuschauer schon frühzeitig ihren Unmut darüber äußern werden wie zuletzt bei den beiden torlosen Unentschieden im eigenen Stadion gegen VfB Stuttgart II und Darmstadt 98.

Allerdings macht Marc Fascher deutlich, dass man sich auch am Sonnabend ab 14 Uhr beim Tabellenvierten VfL Osnabrück nicht nur auf die Defensive konzentrieren darf. "Wir müssen die richtige Balance finden. Natürlich legen wir großen Wert auf die Defensive, denn in der 3. Liga ist es sehr schwer, einen Rückstand noch umzubiegen. Doch wir müssen auch wieder unsere eigene Durchschlagskraft in der Offensive erhöhen", weiß der Hansa-Coach, dessen Mannschaft nach der Winterpause in jedem Auswärtsspiel einen Treffer erzielen konnte. Doch zum Punktgewinn reichte es weder in Chemnitz (1:2), noch in Wiesbaden (1:2) oder Halle (1:3).

"Leider war das immer nur ein Törchen, das am Ende nichts Zählbares gebracht hat. Wir waren teilweise zu ungestüm und hätten vielleicht einfacher spielen sollen. Weniger ist manchmal mehr", erklärt Marc Fascher, der in Osnabrück durchaus auch wieder personelle Veränderungen in Erwägung zieht. Während Mittelfeldspieler Leonhard Haas nach abgesessener Rot-Sperre in den Kader zurückkehrt, drückt nach der neuerlichen Verletzung von Ondrej Smetana aber ausgerechnet im Angriff wieder der Schuh. So könnte Sargis Adamyan, der am vergangenen Wochenende gegen Darmstadt sein Startelf-Debüt gab, erneut eine wichtige Rolle spielen. "Er ist auf jeden Fall wieder eine Option, denn er hat unter Beweis gestellt, dass er ein echter Teamplayer ist", lobt der Coach den Ex-Neubrandenburger.

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