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Hansa Rostock

24. November 2017 | 05:08 Uhr

Bei Gegentoren im Tiefschlaf

vom

svz.de von
erstellt am 19.Aug.2012 | 08:45 Uhr

Rostock | Der FC Hansa Rostock schied gestern Abend vor 7700 Zuschauern in der heimischen DKB-Arena zum vierten Mal in Folge in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals aus. Gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern unterlagen die Schützlinge von Trainer Wolfgang Wolf mit 1:3 (0:0).

Die Hansestädter boten dem Favoriten zwar über weite Strecken Paroli, waren bei ihren eigenen Offensivaktionen jedoch viel zu harmlos.

Wolf änderte im Vergleich zur Vorwoche und dem mageren 0:0 im Liga-Duell mit dem Chemnitzer FC die Start-Formation auf drei Positionen. Stephan Gusche feierte nach überstandenen Knie-Beschwerden sein Saisondebüt und ersetzte Abwehrchef Matthias Holst (Bauchmuskel-Probleme). Im zentral-offensiven Mittelfeld erhielt Noël Alexandre Mendy (gegen den CFC 90 Minuten auf der Bank) den Vorzug vor Tom Weilandt. Im Angriff vertrat Ondrej Smetana den bisher dreimal in der Liga als Torschütze erfolgreichen Johan Plat. Kapitän Sebastian Pelzer war zwar von seiner Magen-Darm-Erkrankung genesen, saß dennoch draußen und wurde erneut vom mit reichlich Szenen-Applaus bedachten Ronny Marcos vertreten. Bemerkenswert: Durch das Fehlen von Pelzer und Holst fungierte erstmals der Belgier Ken Leemans (eigentlich Nummer drei der Rangliste) als FCH-Spielführer.

Beide Mannschaften begannen bei hochsommerlichen Temperaturen abwartend. Die Gastgeber waren um Kontrolle und Ballsicherheit bemüht, während dem Zweitligisten die Mittel fehlten, um den Abwehrverbund der Norddeutschen zu knacken. Einzig Mohamadou Idrissou sorgte für Unruhe im Hansa-Strafraum (10./daneben, 14./Müller pariert). Höhepunkt der Anfangsphase war eine Trinkpause, für die Schiedsrichter Florian Steuer (Menden) das Duell in der 22. Minute unterbrach. Der Deutsche Fußball-Bund hatte die Unparteiischen aufgrund der Hitzewelle in Deutschland angehalten, bei Bedarf pro Halbzeit eine derartige Unterbrechung vorzunehmen.

Anschließend kam etwas mehr Fluss in die Aktionen beider Teams. Hansa-Keeper Müller verhinderte mit einer starken Parade gegen den frei gespielten Idrissou den Rückstand (28.). Auf der Gegenseite verpassten Smetana (32.) und Jordanov (42.) jeweils eine Flanke von Berger. Die größte Chance zur Führung für den FCH verpasste Mendy. Nach einem sehenswerten Sololauf scheiterte er an FCK-Keeper Sippel (45.+2.).

Den besseren Start in Hälfte zwei erwischte der zweimalige Pokalsieger aus der Pfalz. Borysiuk bediente Kapitän Bunjaku, der nicht lange fackelte - 0:1 (49.). Nahezu Hansas gesamte Verteidigung befand sich beim Pass des Polen im Tiefschlaf. Nur sieben Minuten später sorgte Zuck für die Vorentscheidung. Vermouth bediente den Nachwuchsmann, der den zu stürmisch heranrauschenden FCH-Linksverteidiger Marcos narrte und das 2:0 erzielte (56.).

Die Hausherren waren geschockt und wurden erst mit der Einwechslung von Johan Plat (kam für Smetana) wiederbelebt. Der Niederländer war lediglich gut eine Minute auf dem Platz, ehe er nach Pass von Blum seinen Gegenspieler Simunek narrte und auf 1:2 verkürzte (76.).

Endlich kam in der DKB-Arena richtiges Pokalfeeling auf. Die Zuschauer standen auf ihren Sitzen. Doch weder Blum (80.) noch Weilandt (85.) schafften den Ausgleich. Als die Gastgeber alles nach vorne warfen, schloss Fortounis einen Bilderbuch-Konter zum 3:1 für Kaiserslautern ab (90.+3).

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