Hansa Rostock : Baumanns Warnung nicht erhört

Wird der Klassenerhalt doch noch eine Rechenaufgabe? Aktuell hat der FC Hansa – hier das Trainerteam (von rechts) Karsten Baumann, Uwe Ehlers und Stefan Karow – sechs Punkte Vorsprung.
Wird der Klassenerhalt doch noch eine Rechenaufgabe? Aktuell hat der FC Hansa – hier das Trainerteam (von rechts) Karsten Baumann, Uwe Ehlers und Stefan Karow – sechs Punkte Vorsprung.

Der Hansa-Coach machte bereits vor der 1:2-Pleite in Unterhaching auf die trügerische Sicherheit aufmerksam und behielt recht

svz.de von
19. April 2015, 20:31 Uhr

Der Schein trügt. Noch hat Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock den Klassenerhalt nicht sicher. Spätestens nach der 1:2-Pleite bei der SpVgg Unterhaching sollte das jedem Verantwortlichen, Kicker und Fan auch wirklich klar sein. Statt neun Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 18 haben die Norddeutschen fünf Runde vor dem Saisonende nur noch deren sechs. Beginnt jetzt das große Zittern an der Ostseeküste?

„Es ist schon ein Rückschlag. Wir wollten den Gegner auf Abstand halten. Das haben wir nicht geschafft. Aber nicht, weil der Kontrahent so stark war, sondern weil wir ihn so stark gemacht haben“, sagt FCH-Trainer Karsten Baumann.

Für die Spielvereinigung war es der ersten Erfolg nach zuvor sieben sieglosen Partien. „Diese Niederlage tut schon weh, zumal wir einen Gegner von unten wieder zurückgeholt haben. Allerdings war auch von vornherein klar, dass wir nicht alle Spiele siegreich gestalten werden. Vielleicht wurde in den vergangenen Tagen auch schon zu viel drüber gesprochen, was für eine gute Ausgangsposition wir haben. Im Unterbewusstsein waren wir dann vielleicht schon zu weit“, erklärt Halil Savran.

Der Stürmer vergab in der ersten Hälfte zwei gute Chancen, hätte die Rostocker quasi in Führung bringen müssen. „Das hätte den Spiel sicher eine andere Richtung gegeben. Leider hat es nicht geklappt. Doch es bringt jetzt auch nichts, den vergebenen Möglichkeiten nachzutrauern. Es ist jetzt so gekommen, wie es ist. Das wird uns aber nicht umhauen. Wir werden den Kopf oben behalten und uns auf das Spiel am Sonnabend gegen Borussia Dortmund II konzentrieren“, so der 29-Jährige.

Wenngleich Savran der Ball bei seinem „Riesen“ in der 31. Minuten „ein bisschen über den Schlappen“ rutschte, so lässt der Kicker die schwierigen Bedingungen – stundenlanger Regen hatte den Platz aufgeweicht – nicht als Entschuldigung gelten: „Unser Job ist es, dass wir uns auf alle Gegebenheiten einstellen, ob es nun trocken ist, heiß oder schneit. Es war typisches Fußballwetter und hat Spaß gemacht – nur leider nicht mit dem richtigen Ergebnis.“

Trainer Baumann sieht sich jedenfalls für seine Warnungen im Vorfeld bestätigt. „Ich habe es schon unter der Woche gesagt, dass ich die ganzen Stimmen, die aufkamen und meinten, wir wären schon fast durch, nicht hören wollte. Ich habe immer davor gewarnt. Jetzt weiß jeder, was die Stunde geschlagen hat“, so der Fußball-Lehrer, der aber auch meint, dass es für sein Team schwer ist, sich der öffentlichen Meinung zu entziehen: „Den Stimmen kann man nicht entkommen. Dann müssten sich die Spieler zu Hause einschließen und keine Zeitung mehr liegen.“

Pohde pfeift Finale



Schiedsrichter René Rohde (TSV Thürkow) wird am 13. Mai das Landespokalfinale zwischen dem Regionalligisten TSG Neustrelitz und dem Drittligisten FC Hansa pfeifen. Ihm assistieren Florian Markhoff (Parchimer FC) und Marco Semrau (Plauer FC). Vierter Offizieller wird Stefan Beyer (PSV Rostock) sein. „Es ist eine ganz tolle Auszeichnung, das Finale pfeifen zu dürfen", freut sich Rohde, der seit seiner Premiere im August 2013 immerhin schon 16 Partien als Unparteiischer in der 2. Bundesliga bestritten hat.

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