FC Hansa Rostock : Baumann: Versuchen ein Wir zu leben

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Im Ostseestadion haben sich Mannschaftsrat und das Trio Baumann, Ehlers und Karow sowie der Sportliche Leiter Uwe Klein mit gut 130 Hansa-Anhängern zusammengesetzt.

svz.de von
27. November 2015, 12:00 Uhr

Zwischen Trainingseinheiten und der Vorbereitung auf die Fußball-Drittliga-Partie am Sonnabend gegen den FSV Mainz II (Ostseestadion, 14 Uhr) hatte einige Kicker des FC Hansa Rostock und das Trainerteam gestern Abend einen eher ungewöhnlichen Termin. Im Ostseestadion haben sich der Mannschaftsrat und das Trio Karsten Baumann, Uwe Ehlers und Stefan Karow sowie der Sportliche Leiter Uwe Klein mit gut 130 Hansa-Anhängern zusammengesetzt und zum Teil in hitzigen Diskussionen über die aktuelle sportliche Situation des Traditionsclubs gesprochen.

„Die Idee zu diesem Treffen ist im Team gewachsen. Einmal natürlich, weil wir uns nicht verstecken wollen, sondern immer den Dialog mit den Fans suchen und wir natürlich auch die Sorgen der Fans verstehen. Auf der anderen Seite kann ich mich noch daran erinnern, wie die Stimmung war, als ich im vergangenen Jahr gekommen bin. Damals war alles insgesamt aufgeheizt, was eher kontraproduktiv war“, sagt Chefcoach Karsten Baumann. Dem Unmut der Fans soll so entgegengewirkt werden „und wir wollen natürlich um die Unterstützung der Fans werben“, erklärt der Fußball-Lehrer dieses ungewöhnliche Treffen zwei Tage vor dem Heimspiel.

Wohingegen eine solche Aussprache gar nicht so ungewöhnlich ist – auch Trainer Peter Vollmann hat in der vergangenen Saison einen solchen Dialog mit den Fans gestartet. „Ich kenne das nicht anders. Bei jedem Verein, bei dem ich bisher war, haben wir versucht ein Wir zu leben. Der Grundstein dafür, dass wir es im vergangenen Jahr geschafft haben, lag darin, dass alle zusammengehalten haben – der Verein, die Mitarbeiter und Anhänger“, so Baumann.

Ebenso weiß Sportdirektor Uwe Klein um die Bedeutung eines solchen Treffens: „Es ist wichtig, sich mit den Fans auszutauschen, um da unten rauszukommen. Ein Verein, die Mannschaft braucht Fans und umgekehrt.“ Gleichzeitig appelliert er auch an die Fans, nicht nur das Negative zu sehen. „Ich glaube, dass wenn ein Spieler positiv gestärkt wird in seinen Aktionen, er mehr Motivation aufbringt. Das ist es auch, was wir den Fans mitgeben wollen und nicht Diskussionen über irgendeinen Spieler oder den Trainer.“

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