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Hansa Rostock und Dynamo Dresden : Ausschreitungen und Strafen

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erstellt am 20.Mai.2015 | 13:23 Uhr

Die beiden Traditionsvereine Hansa Rostock und Dynamo Dresden haben beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine lange Sündenkartei. Einige Vorkommnisse seit 2010 im Überblick:

29.11.2014: Nach dem Drittliga-Spiel zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden (1:3) ist es zu schweren Ausschreitungen in Rostock gekommen. Dabei bewarfen mehrere Hundert Hansa-Anhänger Polizisten und Gebäude mit Steinen. Ein Beamter wurde am Knie verletzt. An einer Polizeiwache wurden durch Steinwürfe mehrere Fensterscheiben beschädigt. Mehrere Mülltonnen und Sperrmüllhaufen wurden angezündet, an sieben Fahrzeugen von Dresdner Fans Reifen zerstochen. Insgesamt setzte die Polizei 55 randalierende Fans vorläufig fest. Ein direktes Aufeinandertreffen von Fans beider Vereine wurde von der Polizei, die mit 1700 Beamte verschiedener Bundesländer sowie der Bundespolizei im Einsatz war, verhindert. Schon während des Spiels war es zu Ausschreitungen gekommen. Die Partie musste in der 57. Minute für zwölf Minuten unterbrochen werden, nachdem Dynamo-Anhänger im Gästeblock Pyrotechnik gezündet hatten. Das DFB-Sportgericht verurteilte Dynamo Dresden dazu, das Punktspiel gegen Rot-Weiß Erfurt am 7. Februar 2015 unter vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen.

04.03.2012:  Geistertickets für Geisterspiel: Mit einer Spendenaktion minimierte Zweitligist Dynamo Dresden den materiellen Verlust wegen der Bestrafung durch das DFB-Sportgericht. Auf Initiative der Dynamo-Fanszene und nach dem Vorbild des FC Hansa wurden sogenannte Geistertickets für die Partie gegen den FC Ingolstadt verkauft. Es waren 41 738 virtuelle Eintrittskarten und damit fast 10 000 mehr als es das Fassungsvermögen hergibt..

18.12.2011: Hansa Rostocks originelle Ideen, um den finanziellen Verlust aus dem „Geisterspiel“ gegen Dynamo Dresden zu minimieren, zeigten Erfolg. Über 2000 virtuelle Tickets wurden verkauft. Hansa hatte seine Fans um Unterstützung gebeten, damit sie ihre bereits gekauften Karten behalten. Nach den Ausschreitungen im Nordderby gegen den FC St. Pauli war der Club zu einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilt worden. Zudem bestritt Hansa das „Geisterspiel“ mit einem Sondertrikot mit dem Schriftzug „Nur unsere Herzen sollen brennen“. Hansa und Dynamo hatten damals den gleichen Hauptsponsor.

24.07.2011: Unmittelbar nach dem Schlusspfiff von Hansa Rostock beim Zweitliga-Spiel bei Dynamo Dresden (1:1) zündeten Hansa-Anhänger pyrotechnische Mittel und Nebeltöpfe. Der DFB-Kontrollausschuss verurteilte den Verein zu einer 4000-Euro-Geldstrafe.

10.04.2011: Während des Spitzenspiels in der 3. Liga zwischen dem FC Hansa Rostock und Dynamo Dresden (1:0) kam es zu Ausschreitungen, als rund 200 Dresdner Fans ein Schwenktor zum Stadion durchbrachen und unkontrolliert in den Fanblock gelangten. Dabei wurden zwei Ordner verletzt. Nach dem Spiel kam es zu Krawallen in der Stadt. Außerdem attackierten Rostocker zwei Shuttlebusse der Gästefans. Schließlich flogen Steine auf einen Zug, der die Dynamo-Fans wieder nach Hause bringen sollte. Insgesamt waren 1500 Polizisten im Einsatz, um die mehr als 800 gewaltbereiten Fans beider Lager auseinanderzuhalten.

27.10.2010: Das DFB-Sportgericht verurteilt den Drittligisten Hansa Rostock nach Ausschreitungen im Derby bei Dynamo Dresden (2:2) dazu, die nächsten beiden Auswärtsspiele beim SV Sandhausen (5. November) und beim SV Wehen-Wiesbaden (21. November) ohne seine Fans zu bestreiten. Als Schadensersatz für entgangene Einnahmen muss Hansa dem SV Sandhausen 9000 Euro und Wehen-Wiesbaden 18 000 Euro zahlen. Beim Ostderby von Hansa bei Dynamo am 23. Oktober hatte es Randale gegeben. Vermummte zündeten vor und während des Spiels Böller, Leuchtkugeln und andere Pyrotechnik. Zwei Sonderbusse mit Hansa-Fans wurden auf dem Weg zum Stadion attackiert und beschädigt.

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