FC Hansa Rostock : Aufstiegsträume abgehakt

Das goldene Tor: Zum fünften Mal in dieser Saison trifft Dominik Stroh-Engel gegen  Hansa. Torhüter Jörg Hahnel ist machtlos, Denis-Danso Weidlich (r.) und Robin Krauße sind zu weit weg, um noch eingreifen zu können.
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Das goldene Tor: Zum fünften Mal in dieser Saison trifft Dominik Stroh-Engel gegen Hansa. Torhüter Jörg Hahnel ist machtlos, Denis-Danso Weidlich (r.) und Robin Krauße sind zu weit weg, um noch eingreifen zu können.

Hansa-Elf bietet dürftige Heim-Vorstellung gegen Darmstadt und verliert verdient mit 0:1.

svz.de von
16. März 2014, 15:58 Uhr

Für den FC Hansa ist die Saison abgehakt. Weder nach oben, noch nach unten wird noch was gehen: Nach dem 0:1 (0:1) gegen Darmstadt 98 – Torschütze natürlich Stroh-Engel – und einer dürftigen Vorstellung haben die Rostocker mit Aufstiegs-Relegationsplatz drei nicht das Geringste mehr zu tun.


Das war untertänige Schicksalsergebenheit


Mit dem 1:0 (18.) für die in allen Belangen überlegenen Gäste war praktisch schon die Entscheidung gefallen: Pekovic war einen Moment indisponiert, das erlaubte es Gondorf, seinen Kollegen Ivana in Szene zu setzen, jener zielte ganz genau, zu genau – Pfosten! Doch die Szene lief weiter. Ganz schnell kam der Ball von der anderen Seite durch Berzel zurück in den Strafraum, und Stroh-Engel, völlig frei inmitten von Weidlich, Krauße und Jakobs, hielt mit Erfolg den Kopf hin. Sein 23. Tor in der Serie 2013/14 – nie vorher hat ein Spieler in einer Saison der 3. Liga so oft getroffen! Schon beim 6:0 im Hinspiel schenkte Stroh-Engel Hansa viermal (!) ein…

Die Weiß-Blauen erarbeiteten sich bei beträchtlichem, schneidendem Wind bis zur Pause sechs Ecken, aber bis auf eine (Radjabali-Fardi scharf und mit Schnitt/10.) waren die harmlos. Die Hessen schienen dem 2:0 stets näher zu sein als die Gastgeber dem 1:1. So, als Hahnel bravourös-energisch gegen Stroh-Engel einschritt (41.), oder beim Lattenkopfball von Behrens nach Ecke von Stegmayer (42.).

Bei Hansas einziger Chance der ersten Halbzeit verhaspelte sich Ioannidis nach guter Flanke von Jakobs in der Schrittfolge und kam nicht an den Ball (44.).

Abgesehen von einem halbwegs gefährlichen Freistoß von Haas (52.) war nach Wiederbeginn bei Hansa unverständlicherweise lange Zeit kein Aufbegehren erkennbar. Erst zum Ende hin drängten sie auf den Ausgleich. Da hatte der eingewechselte Starke nach Eingabe von Ioannidis tatsächlich noch das 1:1 auf dem Fuß, Keeper Zimmermann wehrte ab. Es wäre aber auch unverdient gewesen für eine Truppe ohne Körpersprache, Kreativität und Überraschungsmoment, für ein Team, das einfallslos, langatmig und behäbig auftrat, das – vor allem – sich nicht wirklich wehrte. Das war eine Demonstration untertäniger Schicksalsergebenheit. Wem so wenig einfällt, der muss sich nicht wundern, dass er 2014 drei von vier Heimpartien verlor und noch keine gewann. Auch die Saison-Gesamtbilanz in der DKB-Arena fällt dürftig aus: 5 Siege, 4 Remis, 5 Niederlagen…

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