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FC Hansa Rostock : Auf die Chance gelauert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mittelfeldmann Kai Schwertfeger hat nie aufgesteckt und sich ins Team des FC Hansa zurückgekämpft

svz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 08:00 Uhr

Geduld und Beharrlichkeit zahlen sich manchmal aus. Zum ersten Mal in dieser Saison stand der Rostocker Kai Schwertfeger beim 1:1 des FC Hansa bei Werder Bremen II in der Start-Elf des Fußball-Drittligisten und spielte 90 Minuten durch. „Ich habe mich nie aufgegeben, im Training weiterhin Gas gegeben und auf meine Chance gehofft“, sagt der 27-Jährige und fügt an: „Man weiß nie, wann man sie bekommt, ob in ein, zwei
Monaten oder einem halben Jahr. In jedem Fall muss man immer auf den Punkt da sein“, erklärt der Mittelfeldmann.

Obwohl er de facto auf Eis gelegt war und schon seit Saisonbeginn keine wesentliche Rolle in den Personalplanungen spielte, kämpfte sich „Schwerti“ zurück. „In den vergangenen beiden Spielen war ich schon reingekommen – ein paar Minuten gegen Mainz und halbe Stunde in Halle. Sicher werden unter einem neuen Trainer die Karten auch neu gemischt, aber ich habe nichts anderes gemacht als in den vergangenen Wochen und Monaten unter Trainer Baumann auch“, so Kai Schwertfeger.

Doch nicht nur die Wettkampfpraxis fehlte dem Kicker, sondern auch für den Kopf ist es ungemein schwer, sich zu motivieren, wenn man ständig hinten dran ist: „Man muss stark sein, um weiter Gas zu geben. Doch es nützt auch nichts. Wenn man sich hängen lässt, hilft es einem persönlich und der Mannschaft nicht weiter. Außerdem zeigt man dem Trainer, dass man resigniert.“

Unterstützung fand Schwertfeger bei seiner Frau, der Familie und Freunden. Einen eventuell angestauten Frust baute er allerdings oft schon im Training ab, nahm ihn nicht mit heim. „Es war jetzt nicht so, dass ich mich im letzten halben Jahr zu Hause vor die Wand gesetzt und Trübsal geblasen habe. Es gibt gute und schlechte Tage, was vollkommen normal ist. Ich konnte mein Hobby zum Beruf machen und versuchte, Spaß im Training zu haben. Denn ohne Freude kann man keine Leistung bringen“, so der gebürtige Düsseldorfer. Unter Coach Christian Brand erhofft sich Schwertfeger jetzt weitere Einsätze: „Man sieht seine Handschrift, wir sind offensiver ausgerichtet und wollen besseren Fußball von hinten heraus spielen. Es ist klar, dass nach einer Woche noch nicht alles klappt, aber man erkennt, was er vorhat.“

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