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FC Hansa Rostock : Anschluss nach oben haben

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansa-Coach Pavel Dotchev erwartet von seiner Mannschaft eine hohe Konzentration, um zu punkten

von
erstellt am 19.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Der Liga-Alltag hat den Fußball-Drittligisten FC Hansa wieder voll im Griff: Am Sonntag ab 14 Uhr gastieren die Rostocker beim Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers. Dabei heißt es für die Auswahl von Trainer Pavel Dotchev, schnell die Strapazen und die Niederlage des DFB-Pokal-Spiels gegen Hertha BSC (0:2) vom Montagabend abzuschütteln. „Das hat sehr viel Kraft gekostet. Wir müssen in Würzburg mit sehr, sehr hoher Konzentration auftreten und hundertprozentiger Einstellung hinfahren und da versuchen, zu punkten. Sobald die 100 Prozent nicht vorhanden sind, kriegen wir Probleme“, so der Fußball-Lehrer.

Dabei mahnt er seine Mannen an, die Kickers trotz des eher mäßigen Starts in die Liga – zwei Remis, zwei Niederlagen – nicht zu unterschätzen: „Das macht sie noch gefährlicher. Sie werden versuchen, die Kurve zu kriegen. Ich erwarte einen sehr starken und motivierten Gegner. Personell haben sie eine der besten Mannschaften der Liga, sie haben fast die komplette Liga gekauft…“ Mit dabei ist auch der Ex-Rostocker Verteidiger Maximilian Ahlschwede.

Personell muss der 51-jährige Hansa-Coach einige Änderungen vornehmen beziehungsweise improvisieren. Denn mit Marcel Ziemer (Adduktoren-Probleme), Fabian Holthaus (muskuläre Probleme) und Bryan Henning (Magen-Darm-Grippe) setzten in der kurzen Trainingswoche mehrere Stamm-Kräfte aus. Gestern musste auch Mike Owusu passen. „Wir haben unheimlich viel zu basteln und viele Baustellen, das soll aber kein Alibi für die Spieler sein“, so Dotchev.

Besonders schwer wiegt die Rot-Sperre von Regisseur Amaury Bischoff (insgesamt drei Spiele). „Er ist ein absoluter Leistungsträger und Schlüsselspieler, aber er ist nicht alleine die Mannschaft. Wir können das als Kollektiv kompensieren.“ Alternativen in der Zentrale werden Stefan Wannenwetsch und Bryan Henning sein.

Zudem soll Neuzugang Marcel Hilßner die Offensive auf der rechten Seite beleben. „Er ist ein Spieler, der alles mitbringt, was wir brauchen: er ist kompakt, schnell, laufstark, hat einen super linken Fuß. Das ist ein Spieler, auf den ich mich freue – auch für die Zukunft.“

Für den Trainer ist die Partie gegen Würzburg zwar nicht richtungweisend, „aber es ist ein Spiel, durch das wir Anschluss nach oben nehmen können oder irgendwo im Niemandsland landen“, so Dotchev und verdeutlicht: „Ich will den Anschluss nach oben haben.“

Kommentar der Autorin: Spielball liegt jetzt  bei den Fans
Knickt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vor den Fanszenen ein? Mit dem Stattgeben des Gnadengesuches von Hansa, zu den Auswärtspartien in Magdeburg und Jena doch Fans mitnehmen zu dürfen,  scheint es zunächst so. Doch vielmehr liegt der Spielball im von den Ultras  ausgerufenen „Krieg gegen den DFB“ nun bei den Fans selbst. Der Verband zeigt sich gesprächsbereit und hebt selbst bereits festgesetzte Strafen wieder auf. Der DFB bewegt  sich auf die Fans zu.  Nun ist es an den Ultras zu zeigen, dass es ihnen nicht allein um das Krawallmachen geht, sondern tatsächlich um  die Zukunft des Fußballs.

 

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