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Hansa Rostock : Angriff in Schwung bringen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Schweizer Stephan Andrist kommt beim FC Hansa immer besser in Tritt und will Verantwortung übernehmen

svz.de von
erstellt am 15.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Die Offensive krankt: Nur elf Treffer gelangen dem Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock in den bisherigen zwölf Saisonspielen. Der Schweizer Stephan Andrist soll den lahmen Angriff jetzt richtig in Schwung bringen. „Stephan hat herausragende Qualitäten in seinem Spiel. Er hat nicht umsonst so viele Erstliga-Spiele in der Schweiz gemacht. Er hatte am Anfang natürlich ein bisschen Probleme mit der Wettkampfkondition, weil er nicht im Trainingsbetrieb war. Das hat er nach und nach aufgearbeitet. Nun ist er in einer Phase, wo die Mitspieler auch merken, dass da jemand ist, der, wenn man ihm den Ball gibt, damit etwas Gefährliches anstellen kann“, sagt Trainer Karsten Baumann. Zudem übernimmt der 27-Jährige Verantwortung, verwandelte im Landespokal in Bölkow erst einen Freistoß und später einen Elfmeter: „Das spricht nur für seinen Status in der Mannschaft, dass er die beiden Standards treten durfte.“


Noch nicht bei 100 Prozent


Der selbstbewusste Kicker hält den Ball jedoch flach. „Mir fehlt noch ein bisschen. Ich hatte fast drei Monate kein Mannschaftstraining. Das ist viel, und es braucht noch etwas Zeit. Zuletzt gegen Dynamo Dresden lief es über 90 Minuten aber schon sehr gut. So kann es weitergehen“, sagt der Offensivmann, der alleine in einem Fitnesscenter trainierte und sich mit Läufen fit gehalten hat: „Es ist aber schwierig. Fußballtraining kann man nicht alleine machen.“

Er sei von der Art her ein anderer Spieler auf der linken Seite als der kurz vor der Wechselfrist zum SC Paderborn abgewanderte Christian Bickel. „Stephan kommt lieber selber zum Abschluss. Zudem kann er mit seiner Schnelligkeit auf der Abseitslinie warten und den Ball in die Tiefe fordern. Das wird in den nächsten Partien immer noch besser klappen, wenn die Mitspieler wissen, wie sie ihn einzusetzen haben“, so Baumann.

Andrist freut sich auf die Partie morgen in Münster (Anstoß 19 Uhr). „Abendspiele sind immer super. Alle sind heiß auf Münster. Wir haben gezeigt, dass es gegen uns schwer ist, Tore zu schießen. Hinten stehen wir gut. Jetzt müssen wir vorne auch mal unsere Chancen reinmachen, dann holen wir auch drei Punkte“, so der Mittelfeldmann.

Damit meint er auch sich und erinnert zum Beispiel an den vergebenen Kopfball in Wiesbaden. „Der muss eigentlich reingehen, aber der Torhüter hat eine tolle Parade gemacht. Für mich als Offensivspieler ist wichtig, dass ich zu meinen Chancen komme. Es fehlt nur noch das kleine Tüpfelchen auf dem i. Es ist nicht viel, dann gehen die Chancen auch rein“, so Andrist, der die ihm zugedachte Führungsrolle gerne annimmt: „Es sind sicher noch andere Spieler da, aber ich habe gesehen, dass ich der Drittälteste bin. Da muss man schon Verantwortung übernehmen. Zudem habe ich in 150 Profi-Einsätzen in der Schweiz eine Menge Erfahrungen gesammelt, die ich versuche, den jungen Spielern mitzugeben.“

 

 

 

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