Fußball, 3. Liga : Andrist will bei Hansa durchstarten

 
 

Der Schweizer Offensivmann dämpft allerdings die kurzfristigen Erwartungen, weil er erst seinen Trainingsrückstand aufholen möchte

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03. September 2015, 08:00 Uhr

Er ist im Sommer-Transfer-Fenster der letzte neue Spieler beim Fußball-Drittligsten FC Hansa: der Schweizer Stephan Andrist. „Ich habe mir ein paar Angebote angeschaut und Hansa war wirklich das Beste. Es ist ein Traditionsverein in Deutschland. Die guten Gespräche mit dem Sportdirektor und dem Trainer haben ihr Übriges getan“, so der 27-jährige Mittelfeldspieler, der zuletzt beim Schweizer Erstligisten FC Aarau unter Vertrag stand.

Insgesamt kann der Linksaußen auf 150 Erstliga-Spiele (22 Tore, 21 Vorlagen), zwei Partien in der Europa-League sowie auf vier Spiele in der Champions-League-Qualifikation zurückblicken. Doch die 3. Liga in Deutschland ist eine Liga für sich, ist sich Andrist sicher: „So viel weiß ich von den deutschen Ligen zwar nicht, aber zu Hause in der Schweiz konnte ich die ARD-Sportschau sehen und mich auch insbesondere mit der 3. Liga befassen. Sie ist physisch zwar anspruchsvoll, aber ich freue mich sehr darauf.“

Nicht nur die Liga reizt ihn, auch die Mannschaft hat ihren Beitrag für einen Wechsel des Schweizers geleistet: „Ich wurde schon beim ersten Training gut aufgenommen. Die Mannschaft kann Fußball spielen, das ist eine tolle Truppe mit guten Leute. Das ist auch mit ein Grund dafür gewesen, dass ich hier unterschrieben habe.“ Auch sein ehemaliger Kollege Daniel Gygax (ehemals unter anderem 1. FC Nürnberg) hatte ihm geraten, „wenn du zu Hansa Rostock kannst, musst du sofort gehen.“

Zuletzt genoss Andrist in seiner Heimat allerdings keinen besonders guten Ruf: Er habe kein Engagement im Abstiegskampf gezeigt. Zudem sorgte ein von ihm getätigter Ausspruch für Aufregung. Er habe dem Schweizer Boulevardblatt „Blick“ im Februar diesen Jahres gesagt: „Ich bin ein Schwalbenkönig – und ich stehe dazu!“ Dieses Statement bewirkte beim Mitspielern und Fans nur Kopfschütteln. Viel wollte er zu seinem angeknacksten Ruf nicht sagen: „Ich habe bis zum Schluss alle Spiele gemacht und alles gegeben. Leider hat es nicht gereicht. Zeitungen lese ich nicht, die schreiben, was sie können.“

Der Kicker will sich nicht ablenken lassen. Zudem versucht er die Erwartungen an ihn zunächst etwas zu dämpfen: „Ich brauche noch ein bisschen Zeit, da ich etwas Trainingsrückstand habe. Ich will aber der Mannschaft helfen, erfolgreichen Fußball zu spielen.“

 

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