FC Hansa wieder im Pokalfinale : Andrist läuft Schwerin davon

Mit den schnellen Außen setzte der FC Hansa den FC Mecklenburg Schwerin immer wieder unter Druck – wie hier beim 1:0 durch Stephan Andrist, der am Schweriner David Laudan vorbeizieht.
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Mit den schnellen Außen setzte der FC Hansa den FC Mecklenburg Schwerin immer wieder unter Druck – wie hier beim 1:0 durch Stephan Andrist, der am Schweriner David Laudan vorbeizieht.

Der Schweizer Flügelflitzer des FC Hansa schießt den Rostocker Fußball-Drittligisten mit seinem Doppelpack ins Landespokal-Finale

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28. März 2016, 21:00 Uhr

Der Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock ließ sich das Osterfest nicht verderben: Mit einem sicheren 2:0 (2:0) beim Verbandsligisten FC Mecklenburg Schwerin zogen die Hanseaten von Cheftrainer Christian Brand ins Finale des Lübzer-Landespokals ein.

Sieg-Torschütze des Tages war der 28-jährige Flügelflitzer Stephan Andrist. Die Vorlage zum 2:0 gab dem Schweizer Hansa-Stürmer Marcel Ziemer. „Mit Stephan sieht es momentan nicht schlecht aus – er bereitet mir ein paar Dinger vor, ich lege ihm welche auf. Er steht aber auch immer richtig und ist sauschnell, ich habe dann nur noch den Ball in die Tiefe gelegt. So einen brauchen wir auf jeden Fall“, so Ziemer. Bereits beim Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden legte der 30 Jahre alte Angreifer dem Außenspieler das 4:0 vor – liegt „Cello“ also auch die Rolle des Vorbereiters? „Es macht Spaß, ob man die Dinger reinhaut oder vorlegt – im Prinzip ist das egal. Da finde ich mich auch mit ab.“

Während der Sturmbulle beim Traditionsduell zwischen Dresden und Rostock aussetzen musste (5. gelbe Karte), lief er gegen Schwerin erneut neben seinem Sturmpartner Melvin Platje. „Ich brauche einfach noch ein paar Minuten mit Melvin, da war der gemeinsame Einsatz jetzt im Pokal ganz gut. Es ist wichtig, wenn man noch mehr weiß von dem anderen, das hat heute gut gepasst, nach vorne vielleicht nicht, aber dafür war dann Stephan da“, sagt er.

Insbesondere in der ersten Hälfte gelang den Hanseaten zunächst nicht wirklich Zwingendes in Richtung Schweriner Tor. Mit dem 2:0 im Rücken startete auch die zweite Hälfte schleppend. „Schwerin hat das nicht schlecht gemacht, sie haben immer versucht dagegen zu halten, mit kleinen Nadelstichen. Wir haben es bis zum Schluss versucht, hatten gute Chancen. Und wenn wir mal durchgekommen sind, hat der Torhüter super gehalten.“

Mark Ellenschläger hat den Hanseaten zum Ende hin tatsächlich ein wenig den sonnigen Nachmittag verdorben (61./lenkte Dordas Schuss am Tor vorbei, 65./fing Garbuschewskis Schuss, 85. und 87./ hielt zwei weitere Distanzschüsse von Gardawski). „In so einem Spiel pushen einen solche Aktionen natürlich. Ich selber habe mir so Selbstvertrauen geholt und ans Team weitergegeben.“ Aber der 19-jährige Hamburger, der auch beim FC Hansa als dritter Keeper im Gespräch war, gestand: „Ich war vor dem Match mega aufgeregt, aber auch richtig heiß. Als wir dann mit den Jungs aufliefen, war das der Wahnsinn, vor so einer Kulisse. Durch die Nervosität sind gerade am Anfang ein, zwei Fehler passiert. Ich musste mich erinnern: „Hey, das ist ein normales Spiel.“

Für seine Leistung bekam der junge Keeper auch Lob vom Gäste-Coach. „Er hat einen richtig guten Tag gehabt, hat wirklich viel verhindert“, so Brand. Hansa-Torwart Marcel Schuhen zeigte sich ebenfalls begeistert: „Er hat am Ende echt noch ein paar gute Dinger von uns gehalten, ansonsten hätten wir das eine oder andere Tor mehr geschossen.“

Für die Hanseaten heißt es diese Woche wieder volle Konzentration auf den Abstiegskampf in der 3. Liga, für den die Profis auch etwas aus diesem Landespokal-Spiel nehmen können. „Wir haben viele Diagonalbälle probiert. Da es auch in der Liga mal vorkommt, dass der Gegner tief steht und wir hinter die Abwehrreihe kommen müssen, war das ein gutes Training“, so das Fazit von Ziemer.

FC Hansa Rostock: Schuhen – Gardawski, Kofler, Hoffmann (46. Esdorf), Dorda – Andrist (64. Youssef), Wannenwetsch (70. Schwertfeger), Garbuschewski, Jänicke – Platje, Ziemer

FC Mecklenburg Schwerin: Ellenschläger – Olejnik, Drews, Friauf (64. Michalski), Laudan, Kaminski, Witkowski, Schlatow (Schmal 41.), Bohmann, Lácha (53. Karg), Pataman

Tore: 1:0, 2:0 Andrist (27., 29.)

Zuschauer: 4558

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