FC Hansa Rostock : Andrist für Hansa nicht zu halten

Geht es für den Schweizer Stephan Andrist ins Bundesliga-Unterhaus? Der 29-Jährige wird mit Ablauf seines Vertrages den Fußball-Drittligusten FC Hansa Rostock wohl verlassen.
Geht es für den Schweizer Stephan Andrist ins Bundesliga-Unterhaus? Der 29-Jährige wird mit Ablauf seines Vertrages den Fußball-Drittligusten FC Hansa Rostock wohl verlassen.

Der Schweizer Flügelflitzer steht vor dem Absprung. Coach Brand buhlt nicht weiter um ihn: „Die Frage stellt sich einfach in der Konstellation nicht“

von
10. Mai 2017, 08:00 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa läuft Flügelflitzer Stephan Andrist weg. „Es wird schwierig ihn bei uns zu halten“, gesteht der Rostocker Chefcoach Christian Brand. Ob er den Schweizer doch noch zum Bleiben bewegen kann? „Die Frage stellt sich einfach in der Konstellation nicht. Es kommt gar nicht in die Richtung. Das ist manchmal im Fußball so“, sagt Brand.

Seit zwei Jahren bester Torschütze des FCH

Im August 2015 wurde der Schweizer Andrist von der damaligen Sportleitung – Ex-Coach Karsten Baumann und sportlicher Leiter Uwe Klein – vom FC Arau an die Ostsee geholt. Während er sich zu Beginn in Rostock schwer tat, blühte Andrist in der Rückrunde der Drittliga-Saison 2015/16 richtig auf – mit sieben Treffern war der 29-Jährige in der abgelaufenen Spielzeit bester Torschütze des FCH (sechs der Treffer erzielte er in der Rückrunde). Hinzu kamen noch drei Vorlagen. Auch in der aktuellen Saison ist Andrist mit insgesamt elf Treffern und vier Vorlagen in der Liga bislang Hansas unangefochtener Spitzenreiter der Scorerwertung.

Kein Wunder also, dass er offenbar auch bei Clubs aus der 2. Bundesliga auf dem Wunschzettel steht. Zumal der Schweizer für seinen Coach einen der schnellsten Spieler der 3. Liga darstellt. Vor der gestrigen Trainingseinheit unterhielten sich der 44-jährige Trainer und sein Schützling sehr intensiv und beendeten das Gespräch mit einer herzlichen Umarmung – Ist der Abschied offenbar schon besiegelt?

Gemeinsame Stationen in der Schweiz

„Stephan hat auch schon im Winter immer mal wieder gesagt, dass es für ihn sehr weit von zu Hause weg ist. Schon damals sagte er, dass er auch mal wieder weg wolle“, so Brand und ergänzt: „Wir können offen miteinander reden, weil Stephan und ich uns schon sehr lange kennen.“ Bereits 2007 erkannte Brand die Fähigkeiten von Andrist und holte den damals 19-Jährigen als Co-Trainer von Coach René van Eck beim FC Thun von der zweiten in die erste Mannschaft. Im Jahr 2013 begegneten sich die beiden erneut, als Andrist beim FC Luzern spielte und Christian Brand die zweite Mannschaft dort trainierte.

Nun trennen sich die Wege der beiden erneut, aber der FCH-Coach attestiert seinem Flügelflitzer, ordentliche Arbeit für den Rostocker Traditionsclub geleistet zu haben: „Er hat einen guten Job gemacht in den vergangenen anderthalb Jahren, in denen wir zusammengearbeitet haben.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen