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Fußball : Ami hält Hansa die Treue

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rick Beck fiebert seit 17 Jahren mit Traditionsclub mit. Zum Stadion-Jubiläum besuchte er die DKB-Arena

Die Liebe zu Hansa kennt keine Grenzen: Rick Beck, Deutsch-Lehrer aus den USA, stattete gestern dem Traditionsclub einen Besuch ab. Der 59-Jährige besichtigte mit seinen 14- bis 18-jährigen Schülern der West Valley High School aus Yakima (Washington State) die DKB-Arena und war begeistert. „Toll, wie das geworden ist. Ich kannte ja nur das alte Ostseestadion. Ich war erstmals 1997 hier. Damals besiegten wir Schalke mit 4:1“, erinnert sich der Ami, der seither an einem Schüler-Austausch am Güstrower Gymnasium teilnimmt.

Der Beginn einer besonderen Leidenschaft. Schließlich ist Soccer, wie der Fußballsport in den USA genannt wird, dort nicht sonderlich populär – und deutsche Drittligisten sind es schon gar nicht. „Als Hansa-Fan muss man leidensfähig sein. Aber das ist nicht schlimm. Wichtiger ist, dass ich meinen Schülern die deutsche Kultur vermittele. Und das kann nur über den Fußball passieren“, sagt der Lehrer, der seit 23 Jahren Deutsch unterrichtet.

Kein Wunder, dass Mr. Beck im Klassenzimmer eine Hansa-Fanecke mit Fahne, Schals und Postern eingerichtet hat und seine Schüler sogar die Hansa-Hymne einstudieren ließ – eben typisch amerikanisch. „Ich verfolge auch die Spiele im Live-Ticker oder im Hansa-Radio“, sagt Beck.

Kurios: Vergangene Woche schaute er bei seiner Gastfamilie in Güstrow ein WM-Spiel und unterhielt sich den ganzen Abend über mit Gerd Kische. „Dass er eine Hansa-Legende ist, wurde mir erst später klar. Jetzt muss ich mir aber unbedingt sein Buch kaufen“, sagt Beck und lacht. Nur ein Traum wurde noch nicht wahr: ein Spiel in der DKB-Arena zu schauen. „Dabei hatte ich Karten für den Stadiongeburtstag und das Spiel gegen Rapid Wien gekauft. Schade. Aber in zwei Jahren komme ich ja wieder“, verspricht Beck.

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