Hansa Rostock : Alibaz ist auf aufsteigendem Ast

selcuk alibaz

Der Offensivmann des FC Hansa hat sein physisches Loch überwunden und brennt auf einen Einsatz gegen Ex-Club Fortuna Köln.

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23. November 2017, 05:00 Uhr

Er ist aus seinem physischen Loch geklettert und brennt auf einen Einsatz gegen den Ex-Club: Gemeint ist Selcuk Alibaz, der mit dem Rostocker Fußball-Drittligisten FC Hansa am Sonnabend ab 14 Uhr auf Fortuna Köln trifft. „Ich habe auch selber gemerkt, dass ich körperlich am Limit war und nicht mehr viel ging. Ich habe vollkommen verstanden, weshalb mich der Trainer nach dem Spiel in Jena (0:1 – d. Red) herausgenommen hat. Es ist auch völlig normal, dass man nach einer Nicht-Vorbereitung mit der Mannschaft in ein Loch fällt. Jetzt merke ich aber, wie die Formkurve wieder nach oben steigt“, sagt Alibaz, der erst Anfang August zum Team stieß.

Auch Trainer Pavel Dotchev ist die gute Entwicklung des Offensivmanns nicht verborgen geblieben. „Selcuk ist auf dem aufsteigenden Ast. Er trainiert sehr auffällig und verbessert sich von Tag zu Tag. Es geht ja auch gegen seinen Ex-Verein. Vielleicht ist das wie bei Soufian Benyamina ein gutes Omen. Er ist eine gute Option“, so der 52-Jährige.

Alibaz betrachtet sein vergangenes Jahr in Köln relativ nüchtern. „Ich bin immer motiviert, wenn es gegen einen Ex-Verein geht. Ich hatte dort gute und schlechte Zeiten. Der Trainer hat alles gegeben, wollte mich auch immer spielen lassen, aber irgendwie hat letztlich die Chemie nicht gepasst. Ich kann das schlecht erklären. Es war eine komische Zeit, und ich wusste, dass es keinen Sinn macht, dort zu bleiben. Wir haben uns gegenseitig mehr erhofft, doch so ist es manchmal im Fußball“, erklärt Alibaz, der aber hofft, nicht nur wegen seiner Kölner Vergangenheit aufgestellt zu werden: „Ich will jetzt nicht nur spielen, weil es mein Ex-Verein ist. Ich will spielen, weil ich in Form bin und der Mannschaft helfen kann. Ich denke, dass ich nun wieder in der Lage dazu bin und dass meine Einsätze auch kommen werden. Die Wahrscheinlichkeit ist in jedem Fall höher als noch vor drei Wochen gegen den Karlsruher SC (0:3 – d. Red.), wo ich auch zweieinhalb Jahre gespielt habe.“

Unabhängig von seiner persönlichen Situation ist es für den FC Hansa eine enorm wichtige Partie. Der gastgebende Siebte empfängt den sechs Punkte vor ihm liegenden Dritten. „Wir freuen uns, dass wir in Wiesbaden (1:0 – d. Red) gewonnen haben, damit sie nicht davonziehen konnten. Fortuna (1:2 gegen Magdeburg – d. Red.) hat verloren. Wenn wir jetzt siegen, dann sind es nur noch drei Punkte bis Köln“, rechnet Selcuk Alibaz vor.

Dazu ist allerdings der dritte Heimsieg der Saison nötig. Doch bislang taten sich die Norddeutschen im Ostseestadion sehr schwer. „Drei von vier Spielen vor dem Winter haben wir zu Hause. Mit den tollen Fans in unserem tollen Stadion auf einem tollen Rasen müssen wir das einfach ausnutzen, um die Aufstiegsränge nicht aus den Augen zu verlieren“, so der Kicker, der sich in Rostock pudelwohl fühlt: „Ich möchte mit Hansa etwas erreichen. Es ist eine echt geile Truppe. Wir sind in der oberen Hälfte der Tabelle, und wer weiß, was noch alles passiert...“

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