FC Hansa Rostock : Aktuell das Toreschießen verlernt

Es gab für Hansa-Angreifer Pascal Breier einfach kein Vorbeikommen am FSV-Keeper Johannes Brinkies. So reichte den Zwickauern ein Standardtreffer zum Sieg.
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Es gab für Hansa-Angreifer Pascal Breier einfach kein Vorbeikommen am FSV-Keeper Johannes Brinkies. So reichte den Zwickauern ein Standardtreffer zum Sieg.

Gleich mehrere Großchancen vermasselte der FC Hansa in der Partie beim FSV Zwickau – ist der Druck zu groß?

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09. März 2018, 08:00 Uhr

Torflaute beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock: Beim Auswärtsauftritt in Zwickau (0:1) vergaben die beiden Stürmer Pascal Breier und Soufian Benyamina gleich mehrfach Großchancen vor dem gegnerischen Kasten. „Normal brauche ich wenig Chancen. In den jüngsten Spielen habe ich gar keine gehabt und dieses Mal hatte ich wahrscheinlich die kompletten Chancen der zurückliegenden Partien. Aber ich mache sie einfach nicht und dann bekommen wir ein Standardgegentor. Heute waren wir einfach nicht effektiv genug – auch ich nicht, weil ich einfach die größten Möglichkeiten hatte“, so Winter-Neuzugang Pascal Breier selbstkritisch.

Dass sich solche vertanen Chancen rächen können, weiß auch Innenverteidiger Julian Riedel: „Es ist leider im Fußball so. Man kann keinem einen Vorwurf machen, dass der Ball vorne nicht reingeht oder dann eben hinten. Wie man so schön sagt: ,Wenn du vorne die Dinger nicht reinmachst, kassierst du hinten eins.‘ Vielleicht müssen wir wieder ein bisschen konzentrierter vorne sein, wenn wir dann treffen, gewinnen wir.“

Besonders bitter: Mit einem Sieg über den jetzt Tabellenelften wäre Hansa dichter an den Aufstiegsplätzen dran. „Vielleicht ist das das Problem gewesen, dass sie sich momentan viel die Tabelle angeguckt haben. Das brauchen sie nicht. Was die Meisterschaft betrifft, sind es noch so viele Spiele“, schätzt FCH-Coach Pavel Dotchev ein.

Dass die möglichen gestiegenen Erwartungen das Sturmduo gehemmt hat, bezweifelt Pascal Breier: „Ansprüche sind gut, wir wollen alle da oben dranbleiben oder auch im Aufstiegskampf mithalten. Und solchen Druck macht man sich meistens immer selber. Wir müssen jetzt im Kopf klar bleiben“, fordert er und räumt ein: „Es war klar, dass wir auch mal wieder etwas liegenlassen. Wir wollen jetzt so viele Punkte holen wie möglich.“

Lange grübeln kann der Stürmer zum Glück nicht, denn schon morgen ist Spitzenreiter SC Paderborn (Anpfiff 14 Uhr) zu Gast im Ostseestadion. „Das ist dann ein Sechs-Punkte-Spiel“, erklärt Pascal Breier.

Operation gut überstanden: Marcel Hilßner Foto: privat
Operation gut überstanden: Marcel Hilßner Foto: privat
 

Dotchev sucht Hilßner-Ersatz

Der FC Hansa hat eine Baustelle: Die rechte Außenbahn des Fußball-Drittligisten sorgt nach dem Ausfall von Flügelflitzer Marcel Hilßner (Kreuzbandriss) nicht mehr für Überraschungen oder schnelle Spielzüge. „Wir haben unsere Probleme, dass wissen wir. Wir sind momentan noch ein bisschen auf der Suche nach der passenden Lösung für das Spiel über Außen. Da haben wir bislang die optimale Aufstellung gefunden“, gibt FCH-Chefcoach Pavel Dotchev zu.

Als erste Möglichkeit zog er Stürmer Pascal Breier beim Spiel gegen Werder Bremen II auf die Seite, „der ging aber ein bisschen verloren dort“, erklärt der Trainer. Aus diesem Grund war es dann Willi Evseev, der dort für zündende Ideen sorgen sollte. Nach dem 1:1 bei der Bundesliga-Reserves musste eine andere Lösung her. Mit Mounir Bouziane, Christopher Quiring und Selcuk Alibaz hat der erfahrene Fußball-Lehrer gleich mehrere Optionen, um die vakante Position zu besetzen. Doch offenbar konnte den 52-Jährigen im Training niemand so richtig überzeugen. In Zwickau (0:1) stand Bouziane erstmals seit Oktober 2017 wieder in der Star-Elf und „beackerte“ die Seitenlinie. „Ich fand, dass er es die ersten 30 Minuten ordentlich gemacht hat. Dann ist er ein bisschen untergegangen. In der zweite Halbzeit waren zwei, drei Szenen auch gut. Ich fand das okay, es war nicht das Gelbe vom Ei, aber die Leistung war sehr ordentlich“, schätzte Dotchev nach dem Auftritt ein.

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