Hansa im Ostderby : Ärgerlich: 0:1 durch ein Abseitstor

Hansas Mustafa Kucukovic (Mitte), der hier von Energie-Kapitän und Siegtorschütze Uwe Möhrle bedrängt wird, hatte im Sturmzentrum der Rostocker einen schweren Stand und kam kaum zum Abschluss. Rechts der Cottbuser Manuel Zeitz.
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Hansas Mustafa Kucukovic (Mitte), der hier von Energie-Kapitän und Siegtorschütze Uwe Möhrle bedrängt wird, hatte im Sturmzentrum der Rostocker einen schweren Stand und kam kaum zum Abschluss. Rechts der Cottbuser Manuel Zeitz. Fotos: Oliver Kramer

Hansa hätte in Cottbus einen Punkt verdient gehabt

svz.de von
24. November 2014, 08:00 Uhr

Nach vier Partien in Folge ohne Niederlage haben die Fußballer des FC Hansa am Sonnabend vor 11 751 Zuschauern im Stadion der Freundschaft beim FC Energie Cottbus unglücklich mit 0:1 (0:1) verloren.

Ein Unentschieden wäre auch kein falsches Ergebnis gewesen. Mittelfeldspieler David Blacha: „Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft, hätten uns einen Punkt verdient gehabt. Wir hatten das Pech, dass im Gegensatz zu uns bei denen keiner hinten reinfällt.“

Wenigstens blieb es den Rostockern erneut erspart, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte auf einen Abstiegsplatz der 3. Liga abzurutschen.

Trainer Vollmann verzichtete erwartungsgemäß auf jegliche Außerordentlichkeiten, ließ erneut im 4-1-4-1 spielen. Schünemann war wieder fit und spielte also Linksverteidiger, im Angriff durfte Kucukovic anstelle des Gelb-gesperrten Ziemer ran.

Die Rahmenbedingungen und die Atmosphäre entsprachen Zweitliga-Format, was das fußballerische Niveau betrifft… nun ja. Es verging erst mal eine praktisch torgefahrfreie halbe Stunde, ohne dass man die Partie deshalb unbedingt als langweilig hätte bezeichnen müssen. Es war eher wie die Ruhe vor dem Sturm, ein Gefühl, als könnte es jeden Moment richtig losgehen. Zum Beispiel bei jenem verheißungsvollen Überzahl-Konter der Gäste, der mit einem Fehlpass von Krauße endete, was allerdings eher einem Platzfehler geschuldet war als einer technischen Unzulänglichkeit seinerseits (30.). Hieraus hätte durchaus das 1:0 entspringen können – es fiel allerdings auf der Gegenseite: Mattuschkas Freistoß von der linken Seite wurde von Kleindienst kopfballverlängert, der im Abseits befindliche Möhrle drückte vom Schiedsrichterkollektiv unbeanstandet die Kugel über die Linie. Ruprecht stand zwar dicht dabei, war aber irritiert, zumal der Ball abgefälscht war und in der Situation auch noch Möhrles XXL-Kapitänsbinde seltsam zerfaserte und „zu Boden ging“ (38.).

Hansa danach kurzzeitig unsortiert, wirkte wacklig, doch die Lausitzer konnten nicht gleich nachlegen, es blieb zur Pause beim 1:0. Auch kurz nach Wiederbeginn, als Mattuschka mit einer Art Hackentrick die Kugel nicht voll erwischte (47.) – Glück gehabt.

Die zweite Halbzeit gestaltete sich deutlich intensiver als die erste. Die Nordostdeutschen waren dem Ausgleich nahe, als Christiansen über links sehr gut für Blacha vorbereitete, doch der traf den Ball unzulänglich, Szarka konnte auf der Linie klären (58.). Blacha vergab auch, nachdem er von Stevanovic gut in Szene gesetzt worden war (79.).

Cottbus glückte aus einem ruhenden Ball das entscheidende Tor, den Rostockern – die aus dem Spiel heraus nicht viel zuließen – war keines vergönnt, weil einige gar nicht schlechte Konter (13., 27., 30.) wegen Überhast ein vorzeitiges Ende fanden und weil Blacha bei seiner guten Chance (58.) mit links nicht genug Druck hinter das Arbeitsgerät zu bringen vermochte. Darum am Ende 0:1. Und nicht 1:1 oder 0:0.

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