FC Hansa Rostock : 2:0 – Hansa gewinnt „Heimspiel“ auf dem Betzenberg

Mann des Tages auf dem Betzenberg: Merveille Biankadi gelangen beide Treffer beim 2:0-Erfolg des FC Hansa Rostock in Kaiserslautern. Foto: Lutz Bongarts
Mann des Tages auf dem Betzenberg: Merveille Biankadi gelangen beide Treffer beim 2:0-Erfolg des FC Hansa Rostock in Kaiserslautern. Foto: Lutz Bongarts

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock gewinnt am Ostersonntag unterstützt von 3500 Anhängern mit 2:0 in Kaiserslautern.

svz.de von
21. April 2019, 16:03 Uhr

Kaiserslautern | "Wir haben Heimspiel in Lautern“, skandierten die Hansa-Fans Mitte der zweiten Hälfte als der Rostocker Fußball-Drittligist durch einen Doppelpack von Merveille Biankadi mit 2:0 auf dem traditionsreichen Betzenberg führte. Unterstützt von rund 3500 Anhängern triumphierten die Norddeutschen am 34. Spieltag am Ende mit 2:0 (0:0) beim ruhmreichen 1. FC Kaiserslautern und verteidigten den fünften Platz. Defensiv war es über 90 Minuten eine starke Leistung. In der Offensive legten die Ostseestädter nach der Pause eine Schippe drauf und verdienten sich den Dreier, der noch höher hätte ausfallen können.


„Ich habe eigentlich immer gute Erfahrung mit dem Betzenberg gemacht und gehe auch immer gleich mit einem guten Gefühl in das Spiel." Hansa-Spieler Kai Bülow, der sowohl für Hansa (2010) als auch 1860 München (2016) in Kaiserslautern schon den 1:0-Siegtreffer erzielte


„Ich habe eigentlich immer gute Erfahrung mit dem Betzenberg gemacht und gehe auch immer gleich mit einem guten Gefühl in das Spiel. Insgesamt haben wir ein super Spiel gemacht, waren nach vorne immer wieder gefährlich, müssen schon zur Halbzeit führen. Nach der Pause waren wir dann konsequenter vor dem Tor und haben die Treffer gemacht“, so Kai Bülow, der die Fans lobte: „Es ist schon toll, dass so viele Fans bei den Auswärtsspielen dabei sind. Nach Kaiserslautern sind es 900 Kilometer. Das ist schon großartig.“

Gegenüber der 1:2-Heimpleite gegen Jena stellte FCH-Coach Jens Härtel die Taktik und die Start-Elf um. So kehrten die Rostocker zu einer Viererkette in der Abwehr zurück. Oliver Hüsing und Julian Riedel bildeten die Innenverteidigung, während Stefan Wannenwetsch (rechts) und Nico Rieble (links) auf Außen agierten. Das Duo kam neu in die Partie und Maximilian Ahlschwede sowie Amaury Bischoff rotierten auf die Bank. Im Mittelfeld boten die Hanseaten mit Tanju Öztürk (zentral) und Kai Bülow sowie Jonas Hildebrandt auf den „Halben“ ein eher kampfstarkes Trio auf, während ganz vorne Cebio Soukou (rechts), Pascal Breier (Mitte) und Merveille Biankadi (links) agierten. Dafür rutschte Mirnes Pepic auf die Bank. Marcel Hilßner stand wegen Krankheit nicht im Kader.

Weiterlesen: Doppelpack von Biankadi; Hansa gewinnt 2:0 in Kaiserslautern

Vor der Pause noch nicht konsequent genug

Die Partie kam nur schwer in die Gänge. Beide Mannschaften legten den Fokus zunächst auf die Abwehrarbeit. So spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Die Rostocker agierten bei Ballbesitz jedoch etwas ruhiger. Allerdings wollten sie offenbar den Ball ins Tor tragen. Denn sowohl Breier (16./suchte Biankadi) als auch Biankadi (45./wollte Breier einsetzen) legten den Ball in aussichtsreicher Position noch einmal quer, anstatt selbst den Abschluss zu suchen. Kaiserslautern wurde eigentlich nur über Christian Kühlwetter gefährlich. In der 32. Minute ließ er mehrere Rostocker stehen, doch seinen Querpass drosch Jan Löhmannsröben neben das Hansa-Tor.

Mit Beginn der zweiten Hälfte agieren beide Teams in Richtung ihrer Fanblöcke. Das beflügelte aber nur die Gäste. Nach einem abgewehrten Ball schickte Breier mit gutem Auge Biankadi auf die Reise, der sich von Hainault nicht mehr abdrängen ließ und überlegt zum 1:0 für den FC Hansa einschob (55.). Während das Heimpublikum jetzt immer nervöser wurde und sich das auch auf die Gastgeber übertrug, setzten die Hanseaten nach. Soukou behauptete sich gegen zwei Lauterer und passte klug auf Biankadi. Der Torschütze des 1:0 blieb im Strafraum eiskalt, narrte Pick und erzielte das 2:0 (64.). „Wir hätten schon früher die Tore machen können und bin froh, dass wir uns nach der Pause belohnen konnten. Denn wenn man sich nach der Pause einen fängt, dann kann man sich für die Chancen, die man vorher hat, nichts kaufen“, sagte Merveille Biankadi, der mit seinen Saisontreffern acht und neun zu Teamkollege Cebio Soukou aufgeschlossen hat: „Da gibt es jetzt keinen Wettstreit. Ich hoffe, dass ,Cebi' auch noch seine Dinger macht. Mir ist es egal, ob ich Erster, Zweiter oder Zehnter bin, aber natürlich hoffe ich für mich persönlich, dass ich noch einmal treffen kann in dieser Saison.“

"Mir ist es egal, ob ich Erster, Zweiter oder Zehnter bin, aber natürlich hoffe ich für mich persönlich, dass ich noch einmal treffen kann in dieser Saison.“ Merveille Biankadi zum internen Duell um die Torjägerkrone mit Cebio Soukou. Beide Spieler haben jetzt neun Treffer erzielt


Spätestens nach dem Doppelschlag war der Betzenberg am Ostersonntag fest in Mecklenburger Hand. Soukou (72./scheitert an FCK-Keeper Grill) und Oliver Hüsing (77./Schuss wird auf der Linie geklärt) hätten das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten können. Da am Ende die Schlussoffensive des FCK ausblieb, brachten die Rostocker das 2:0 souverän über die Zeit.


Hansa-Trainer Jens Härtel

„Wir sind natürlich zufrieden, dass wir hier in Kaiserslautern gewonnen haben. Wir mussten aber auch nach der Heimniederlage gegen Jena eine Reaktion zeigen. Der Sieg ist unter dem Strich verdient. Wir hatten schon in der ersten Hälfte die besseren Chancen, wo aber der letzte Ball nicht kommt. Defensiv haben wir als Mannschaft sehr kompakt verteidigt und so eine richtig gute Chance hatte Lautern im gesamten Spiel nicht. In der zweiten Hälfte haben wir dann aus dem Umschaltaktionen unsere Tore gemacht und gehen auch verdient als Sieger vom Platz. Es war eine tolle Kulisse. An einem Ostersonntag ist das nicht alltäglich. Zum Glück konnten wir für unsere Fans die drei Punkte holen.“  

FC Hansa: Gelios – Wannenwetsch, Hüsing, Riedel, Rieble – Bülow, Öztürk, Hildebrandt (82. Pepic) – Soukou, Breier (90. Bischoff), Biankadi (86. Ahlschwede)

Tore: 0:1 Biankadi (55.), 0:2 Biankadi (64.)

Zuschauer: 21 517

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen