FC Hansa Rostock : 90.+2: Hansa kämpft sich noch zum 1:1

Erzwang den Ausgleich: Fabian Holthaus (links), der hier mit seinem Teamkollegen Jeff-Denis Fehr dem Frankfurter Steffen Schäfer auf die Pelle rückt, war in der Nachspielzeit mit seinem Freistoß der „Auslöser“ des Eigentores zum 1:1-Endstand.
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Erzwang den Ausgleich: Fabian Holthaus (links), der hier mit seinem Teamkollegen Jeff-Denis Fehr dem Frankfurter Steffen Schäfer auf die Pelle rückt, war in der Nachspielzeit mit seinem Freistoß der „Auslöser“ des Eigentores zum 1:1-Endstand.

Fabian Holthaus erzwingt mit Freistoß das Eigentor

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28. August 2016, 19:25 Uhr

Schon seit langem hatte der FC Hansa keinen mehr reingekriegt. Dies sowohl hinten als auch vorne. Beide Serien rissen am 5. Spieltag der 3. Fußball-Liga beim 1:1 (0:0) gegen den FSV Frankfurt. Nach 366 Minuten kassierten die Rostocker mal wieder ein Punktspiel-Gegentor und gerieten in Rückstand (Deville/71.), warfen dann alles nach vorne. Nach der roten Karte für Heitmeier (Notbremse gegen Andrist/84.) rannte selbst Keeper Schuhen mit nach vorn, hielt sich nahezu zwei Minuten ohne Unterbrechung im Strafraum der Gäste auf. Am Ende schafften die Weiß-Blauen noch den Ausgleich – und völlig egal, dass es Deville war, der zum zweiten Mal an diesem Tag traf, indem er seinen eigenen Torhüter Pirson überwand.

Fabian Holthaus erzwang das 1:1 mit einem Freistoß von der rechten Seite. „Der Ball wird verlängert und landet
im Tor“, kommentierte der Linksverteidiger die Situation in der Nachspielzeit (90.+2) lakonisch und fasste zusammen: „Man kann sagen, dass es ein gerechtes Unentschieden war. Ich denke, heute hat es den Weckruf des 0:1 gebraucht. In den letzten zehn Minuten drängten wir den Gegner hinten rein, da sah man, was möglich ist. Wir sind erst mal zufrieden mit dem 1:1.“

Die erste Halbzeit verlief völlig ausgeglichen. Freilich besaß Hansa – mit Wannenwetsch für den Gelb-Rot-gesperrten Kapitän Gardawski – vielversprechende Situationen, aus denen aber kein Nutzen gezogen werden konnte. Beide ähnelten sich. In der 3. Minute setzte sich Andrist dank großer Schnelligkeit auf der rechten Seite durch, seine sehr gute Eingabe erreichte
Jänicke, der jedoch hart bedrängt und aus vollem Lauf den Ball über die Latte jagte. Nach gut einer Viertelstunde abermals Andrist mit der Vorlage, diesmal Jänicke links richtig frei, bekommt auch den Ball, selbigen aber nicht recht unter Kontrolle. Seine anschließende Flanke erreicht Ziemer, der diesen Angriff einleitete, leider nicht. Doch auch Frankfurt am Main sorgte ein paarmal für Torgefahr, allerdings stand dabei in der Regel einer der Roten im Abseits oder sie schlossen mehr oder weniger ungenau ab.

Nach dem Wechsel traf zunächst Ornatelli für den Zweitliga-Absteiger mit einem Freistoß den Pfosten. Im Gegenzug hatte auch der debütierende Gebhart nach traumhaftem Pass von Wannenwetsch aus zentraler Position das 1:0 auf dem Fuß, doch die Kugel strich eine Handbreit am Pfosten vorbei (59.). Die Führung für die Hessen aus Sicht der Rostocker unglücklich: Chihi schießt, Henn bekommt den Ball am Oberkörper ab, der Abpraller wird zur Vorlage für Deville. Trainer Christian Brand sprach später von einem „Kuddelmuddel. Da waren 18 Mann mal zwei… da waren 36 Beine involviert.“

Anschließend machten die Ostseestädter mit dem Schwung der drei Einwechslungen (Gebhart, Fehr, Stevanovic) viel Druck. Es entwickelte sich ein Dauerangriff mit Ecken wie Freistößen am laufenden Band, der zu Recht mit dem 1:1 belohnt wurde.

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